„Willkommen im Fußball“-Cup 2019

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Enten sind dabei – und manche gewinnen

(Berlin – E. Ledür) Vom 13. bis 16. Juni 2019 trafen sich in Berlin die verschiedenen Willkommensbündnisse. Wir Enten waren mit zwei Betreuern und zehn Spielern als Vertreter von Mainz natürlich auch dabei. 

Die Organisatoren der DKJS, der DFL Stiftung sowie der Bundesbeauftragten für Migration, Integration und Geflüchtete wollten 2019 das Miteinander der Bündnisse stärken. 

Folglich wurden die Teams für das Fußballturnier am Samstag gemischt, sodass nie zwei Spieler eines Bündnisses in einer Mannschaft spielten. Geführt wurden die Teams durch Bündnisbetreuer, welche ihre praktischen Integrationserfahrungen erfolgreich einbrachten, weshalb es zu keinen nennenswerten Konflikten kam. Auf diese Art und Weise entstanden auf sowie neben dem Platz ganz natürlich neue Verbindungen zwischen Betreuern und Spielern. 

Durch die gemischten Mannschaften konnten sich viele Teams als Sieger fühlen. Für den FC Ente Bagdad war z.B. Saleh als tragende Säule im Siegerteam dabei.

Auch die in der Vorrunde weniger erfolgreichen Mannschaften hatten in einer zweiten Gruppe noch die Möglichkeit, einen Pokal zu gewinnen. So konnte Basaeef einen Pokal mit nach Mainz nehmen, trotz der Tatsache, dass er nach einem Zusammenprall die meiste Zeit des Turniers mit Ronald in der Notaufnahme eines nahegelegenen Krankenhauses verbringen musste. Edgar hielt – auch ohne Ronald – sein Team „Yaya Touré“ auf Kurs.

Amir Maximus bestach durch tadelloses Verhalten und trug somit dazu bei, dass seine Mannschaft als das fairste Team des Turniers ausgezeichnet wurde. Rezan sprang freiwillig als Torhüter ein, als sich der etatmäßige Torhüter des Teams verletzte und führte seine Mannschaft durch starke Leistungen zum Gruppensieg in der Vorrunde. Auch die anderen Enten, Amir, Kenan, beide Naders, Khamgin und Soleyman integrierten sich reibungslos in ihren Teams und trugen zum Erfolg des Turniers bei. Vergleichbare Erfolgserlebnisse hatten alle Bündnisse beim Jungs-Fußballturnier. 

Auch die Mädchen-Gruppen bestachen durch Freude und Teamwork bei Ihrem Fußallturnier und ihren verschiedenen sportlichen Wettkämpfen. Dies erklärte die gute Stimmung der Spieler, Betreuer und Organisatoren bei der abschließenden Party. 

Entscheidend zur guten Stimmung trug ebenfalls bei, dass die beiden Spieler aus der Notaufnahme (Basaeef und ein Spieler des Dortmunder Bündnisses) ebenfalls wieder dabei und auf dem Weg der Besserung waren. 

Aber auch am Freitag wurde schon das Teamwork zwischen den Bündnissen gefördert. Hier standen u.a. professionell geleitete Workshops auf dem Programm, bei denen die Bündnisse ihre praktischen Erfahrungen einbringen konnten. Die Themen Social Media, Gesundheit/Ernährung im Sport, Fairplay oder Konfliktbewältigung sind aus dem wahren Leben gegriffen und wurden von den Teilnehmern gut angenommen. Jeder Einzelne hat etwa Erfahrungen mit Fotos in sozialen Medien, Sportverletzungen oder Konflikten bei begrenzten Kaderplätzen gemacht.

Miteinander wurde sowohl theoretisch als auch praktisch darüber diskutiert, was in konkreten Situationen unserer Bündnistätigkeit warum eher funktioniert bzw. nicht funktioniert. Wir konnten einiges voneinander lernen und wollen dies auch für unsere weitere Bündnisarbeit nutzen. 

Zwischendrin gab es natürlich noch Freizeit und Verpflegung. Beim lockeren Spielen mit dem Ball, bei einer Spree-Dampferfahrt oder beim entspannten Essen und Trinken kam es zu Kontakten, die auch noch nach Berlin fortdauern werden.

Unser Dank geht an dieser Stelle nochmals an die eingangs erwähnten Organisatoren und deren engagierte Mitarbeiter. 

Die DFL Stiftung hat auch einen sehr schönen Bericht mit Film zu dieser Veranstaltung veröffentlicht.

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