Weihnachtsfeier 2012

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Feliz Navidad am Ende der Saison 2012

Alle Jahre wieder – so hätte es auch diesmal wieder lauten können, als sich die Enten zu ihrer Weihnachtsfeier im Leiter'che einfanden. Zwar wird Tradition beim FC Ente Bagdad groß geschrieben, das heißt aber nicht, dass immer wieder olle Kamellen aufgewärmt oder es gar langweilig wird. Und so war es fast schon typisch für die Enten, dass zur diesjährigen Weihnachtsfeier der Osterhase(!) auftrat.

Billige Gags sind des FC Ente Bagdad Sache aber nicht, weshalb es eine durchaus plausible Erklärung für diese Weihnachtsmann-Vertretung gab. Selbiger weilte nämlich aus familiären Gründen in Ecuador. Eine Live-Schaltung mit Bild und Ton nach Südamerika wollten die Verantwortlichen nicht wirklich riskieren, zumal der Weihnachtsmann seine Uniform auch nicht dabei hatte. Also wurde kurzerhand der Osterhase aus seiner temporären Arbeitslosigkeit geholt und zum Weihnachtsmann-Vertreter befördert.

Er hat seine Sache sehr gut gemacht, insbesondere in Anbetracht der Tatsache, dass es völlig neues Terrain für ihn war. Sein Job ist schließlich das Verstecken von Eiern und nicht der öffentliche Auftritt vor Publikum. Eine wahre Herausforderung für den eher scheuen Meister Lampe. Bewaffnet mit Nikolauskostüm und Ei-Brett stellte er sich der Entenschar, stammelte zunächst noch etwas unsicher seinen Text, bekam zunehmend Sicherheit und schwang sich letztendlich zum Entertainer auf. Werner würde sagen: „Eine geile Performance.“

Eine solche lieferten auch die Enten-Musikanten. Neu-Ente Tilo hatte seine Gitarre mitgebracht und intonierte zwei moderne Songs, einen in Englisch und einen in Deutsch von den Ärzten. Anschließend brachte das bolivianische Duo Carlos und Victor traditionelles Liedgut aus seiner Heimat zu Gehör: „Feliz Navidad“ erschallte es dabei aus zahlreichen Entenkehlen.

Gegessen, getrunken und eifrig durcheinander geschnattert wurde selbstverständlich auch. Ronald hatte wie immer ein paar Fotoalben aus den vergangenen Jahrzehnten mitgebracht, die sich alljährlich großer Beliebtheit erfreuen. Die älteren Enten schwelgen dann in Erinnerung, die neueren Enten wundern und amüsieren sich über die in Bild und Kommentaren festgehaltenen Zeiten.

Womit wir bei einem weiteren, wenn nicht gar dem Höhepunkt jeder Enten-Weihnachtsfeier angekommen wären: den Ehrungen und Auszeichnungen. Der Osterhase im Nikolauskostüm begann mit den drei Neu-Enten Tilo, Sandro und Etienne, die mit der Überreichung eines Entenschals offiziell in die Runde aufgenommen wurden. Matthias W. bekam eine Stehaufmännchen-Ente für sein unermüdliches Wiederkommen und sein Nie-Aufgeben trotz mehrerer Knieoperationen. Es war dem Ostermann bzw. Weihnachtshasen auch nicht entgangen, dass unser syrischer Freund Imad trotz seiner Querschnittlähmung und des damit verbundenen Aufwandes häufig die Enten beim samstäglichen Kick besuchte. Mit dabei hatte er jedes Mal eine neue Variante schier unendlicher Schokoladenkreationen, die er an die Enten verteilte. Das durfte nicht unerwähnt und auch nicht ungeehrt bleiben.

Gleich drei Pleiten-, Pech- und Pannen-Auszeichnungen gab es dieses Jahr zu vergeben. Den Vogel (und in diesem Fall die Ente) schoss Sandro ab, der sich im Laufe des Jahres ohne Einwirkung eines Gegenspielers das Kreuzband angerissen hatte. Matthias D. erhielt eine Klinikpackung Tigerentenbalsam, damit er endlich seine Dauerzerrung los wird und wieder regelmäßig zum Entenkick kommen kann. Stefan S. ist wohl nur noch mit einem Amulett gegen die Handverletzungsseuche zu helfen: Letztes Jahr links drei Finger und dieses Jahr rechts das Handgelenk kaputt – die Kommentare dazu beginnen sich zu wiederholen.

Wie sollte es bei einer Fußballmannschaft auch anders sein: Der Torschützenkönig 2012 musste schließlich noch proklamiert werden. Noch nie war es so einfach, Torschütze des Jahres zu werden. Das lag daran, dass die Enten nur ein paar wenige Freundschaftsspiele absolviert und in diesen auch nicht wirklich viele Tore geschossen hatten. Mithin reichten Christoph dieses Jahr lediglich sechs Tore aus, um sich an die Spitze dieser internen Tabelle zu schießen.

Der letzte Programmpunkt an diesem Abend wurde dann ebenfalls noch von der Oster- bzw. Weihnachtsente höchstselbst moderiert. Der Entencoach hatte ein paar Wochen vor Jahresende erneut zur demokratischen Wahl der Ente des Jahres aufgerufen. Das ist in sofern ungewöhnlich, als es sich bei Ronald um den selbsternannten Coach auf Lebenszeit und Enten-Sultan handelt – zwei Titel, die man nicht unbedingt und in erster Linie mit demokratischen Wahlen in Verbindung bringt. Sei’s drum! Die Goldene Ente 2012 ging an Stefan S., der sich natürlich über die Wahl freute und diese Ehre sofort in einer spontanen Dankansprache würdigte.

Im Rahmen der Wahl zur Ente 2012 wurden nicht nur Punkte, sondern auch Kommentare und Begründungen zur Stimmvergabe verteilt. Hier ein paar Beispiele, mit denen dieser Bericht abschließen soll:

…Stefan S.: Ihm muss man nochmal erklären, dass nur der Torwart die Hand zum Fußballspielen nehmen darf. Wenn er es macht, sieht man, was raus kommt: Kaputt isse!

Imad - der treue Trainingsbeobachter! Werner - Danke für Alles!

Stefan S. für die klasse Homepage, die sicherlich ihresgleichen sucht. Simon, da er sich nicht zu schade ist, mit uns alten Säcken zu spielen. Heiko, weil er immer alles gibt, nie aufgibt, aber stets fair agiert.

Christian H., den sturmgestählten und unermüdlichen Kämpfer. Heiko, da er mich sowohl menschlich als auch spielerisch sofort in der Mannschaft akzeptiert hat.

Carlos: Er ist immer da, immer präsent auf dem Platz, zweikampfstark, verkörpert perfekt die gelungene Enten-Integration und ist ein dufter Typ!

Die linke Herzkammer der Ente: Stefan S.

Meine Wahl fällt diese Jahr auf Imad. Zur Begründung: Im abgelaufenen Jahr hat uns Imad während des Training durch seine kurzen Besuche immer wieder unterstützt und damit auch erinnert, worauf es im Enten-Kosmos ankommt. Es ist nicht nur das gemeinsame sportliche Erlebnis. Wichtig neben den Fußballreisen und den anderen schönen Erlebnissen ist auch das Miteinander und Füreinander-da-sein, wenn's mal nicht so prima läuft im Leben. Daher sollte für alle Enten nach wie vor gelten: Wichtig ist abseits vom Platz! –Daran erinnern mich Imads Besuche und dafür erhält er von mir alle meine Punkte für dieses Jahr.

Clemens ist mir menschlich sehr sympathisch, zudem hat mich die Weinverkostung sehr beeindruckt. Bitte bei Gelegenheit wiederholen! Christoph ist für mich der optimale Schwiegersohntyp und Simons Spielweise gefällt mir mit am besten.

Werner – wegen unermüdlichem Einsatz zur Organisation der AH-Mannschaft und diesbezüglicher Spielzusammenfassungen; außerdem wegen nicht abschaltbarer Live-Berichterstattung während der 05-Heimspiele sowie seiner Tipps zum Spielausgang, bei denen man sich in 80% der Fälle darauf verlassen kann, dass sie nicht eintreffen. Richard – wegen unermüdlicher spannender Spielberichterstattung und der „Live-Atmosphäre“, die er immer wieder in seinen Texten hinzuzaubern in der Lage ist. Christoph – weil er trotz Studium und sicher nicht immer stimulierendem Entenspiel wann immer es geht zum Training und den Spielen kommt.

Clemens (für den Weinabend), Heiko (als Motivation für künftige Aufgaben) und Imad (für seine Besuche bei Wind & Wetter).

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