Tamara und die 40 Enten
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(Mainz – La Familia de Le Reporteur) Ende August war es wieder soweit – das Enten-Komitee hatte zum alljährlichen Inselevent nach Irgendwo-zwischen-Mainz-und-Wiesbaden eingeladen. Wer schon einmal dabei war weiß: der Weg dorthin ist durchaus ein komplizierter. In diesem Jahr umso mehr, als dass auch zwei Rollstuhlfahrer die Fahrt mit der „Tamara“ von Biebrich zur Rettbergsaue auf sich nahmen. Und wer an Captain Ahab vorbei auf dessen alte Jolle wollte, musste das Zauberwort parat haben – wie im Märchen. Mit „Ente Bagdad“ ging das Tor auf. Und mit gemeinsamen Kräften wurden auch die beiden Rollis inklusive Besatzung auf das Schiffchen – und wieder runter – gehievt.
Am Tor zum Inselparadies warteten dann schon die Organisatoren der diesjährigen Veranstaltung: Ilona, Rita, Ronald, John und Uli. Ihnen gebührt unser aller besonderer Dank für die Organisation. Dann wurde ausgepackt: Salate, Kuchen, Brote, süße und salzige Leckereien, Würste und Getränke, Obst und Gemüse – die 40 Enten zauberten ein märchenhaftes Buffet auf die Tischtennisplatten – wie aus „1000 und einer Nacht“. Angesichts einer mehrfach geschichteten Nuss-Sahne-Torte, einer ukrainischen Spezialität, deren Zubereitung mehrere Stunden in Anspruch nimmt, fiel Ilona beinahe in Ohnmacht: „So etwas bereitet man eigentlich nur zu besonderen Anlässen wir Hochzeiten vor. Ich bin sprachlos“. Nun denn, wir würden sagen: der Anlass war angemessen.
Doch bevor das Buffet vom Enten-Sultan eröffnet wurde, stand erst einmal das traditionelle Fußballspiel mit allen Enten auf der Tagesordnung. Auf dem frisch gemähten Grün, gleich einem Geläuf in einem englischen Anwesen, hoppelten Ball und Enten zweimal 20 Minuten über die Wiese, erzielten acht nicht gleichmäßig verteilte Tore und erfreuten sich manch spektakulärer Aktionen. Im Mittelpunkt dabei:
- der Abstauber Aaron (ca.10), Doppeltorschütze, einmal per Seitfallzieher,
- Enno (10), lauf- und zweikampfstarker defensiver Mittelfeldspieler, der auch 100-kg-Gegner zu Fall brachte
- Marina (Alter geheim), die in der Defensive alles abräumte
- Christian (auch schon älter), Doppeltorschütze und quirliger Sturmwirbel
- Erstmalig war damit Familie Hinsch komplett vertreten und spielte gemeinsam auf ein Tor
- Jorge, Mittelfeldstratege und ebenfalls Torschütze
- Die vier jungen Damen, bislang unentdeckte Fußballtalente
- John, Ajub und Dirk (extra aus Stuttgart angereist!): allesamt Torschützen
- Uli, ballgewandter Torwart mit temporär eingeschränkten Sehfähigkeiten
- Und natürlich auch alle anderen jungen und alten Enten aus vielen Ländern
Abgerundet wurde der Nachmittag dann nicht nur mit dem kalten Buffet, sondern auch Spezialitäten vom Schwenkgrill. Und kurz vor dem Aufbruch dann noch ein weiteres Highlight: Lena und Samir erreichten die Enten-Insel mit ihrem kleinen Amin; ob Kind oder Vater nun länger Mittagsschlaf gehalten hatten, blieb ungeklärt.
Zurück ging es – auch wegen der kühlen Witterung – dann nach sechs Stunden Inselvergnügen wieder mit der Tamara und Captain Ahab nach Biebrich, wo sich die Entenschar nach einer Runde Speiseeis wieder in alle Himmelsrichtungen zerstreute.
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