Stadtführung mit Nils Friedrich

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Fünfte Veranstaltung im Rahmen der Mainzer Erinnerungswochen 2026

(Mainz – Le Coach) Trotz klirrender Kälte nahmen rund 30 Teilnehmer an der Stadtführung „Kicker, Trainer und Mäzene – Nullfünf und seine jüdischen Mitglieder“ teil.

Im Rahmen der Mainzer Erinnerungswochen 2026 führte Nils Friedrich die Gruppe auf einem rund zweieinhalbstündigen Rundgang durch Alt- und Neustadt bis in die Mombacher Straße. Ausgangspunkt war der Dr.-Gisela-Thews-Platz in der Großen Langgasse, unweit des Gründungsortes des 1. FSV Mainz 05.

Im Mittelpunkt standen jüdische Persönlichkeiten, die den 1. FSV Mainz 05 in seinen frühen Jahren maßgeblich geprägt haben, als Spieler, Trainer, Funktionäre oder Mäzene. Neben dem bekannten Mitgründer und ersten Vereinspräsidenten Eugen Salomon stellte Nils Friedrich zahlreiche weitere Biografien von Nullfünfern vor, die bislang weitgehend unbekannt oder in Vergessenheit geraten sind.

An verschiedenen Stationen berichtete er eindrucksvoll über das Leben dieser Menschen, ihre Bedeutung für Mainz 05 und ihre Familien, sowie darüber, wie viele von ihnen ab 1933 systematisch ausgegrenzt, verfolgt und aus dem Vereinsleben verdrängt worden sind. Für viele endete ihr Leben tragisch, oft an genau den Orten, an denen der Rundgang schließlich Halt machte.

Die Stadtführung machte deutlich, wie eng Fußballgeschichte, Stadtgeschichte und jüdisches Leben in Mainz miteinander verbunden sind – und wie wichtig es ist, diese Geschichten sichtbar zu machen und zu bewahren.

Ein großer Dank gilt Nils Friedrich für diese eindrucksvolle, kenntnisreiche und sehr persönliche Führung, die den Teilnehmenden noch lange in Erinnerung bleiben wird.

You’ll never watschel alone!

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