Spende der FORMATFABRIK GmbH

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Enten nehmen großzügige Spende entgegen

(Mainz – eig. Bericht) Es scheint ein Mittwochabend wie jeder andere zu sein in dieser Jahreszeit: Es ist dunkel, es ist kalt, das Flutlicht in der Enten-Arena kämpft sich von den Masten hinab bis auf den schon arg malträtierten Kunstrasen. Wenigstens regnet oder schneit es nicht, und es bläst auch kein unangenehmer Wind.

Die ukrainischen Kinder sowie die Jugendlichen aus Afghanistan und der Ukraine sind schon auf dem Platz, spielen sich ein paar Bälle zu, bis das eigentliche Training beginnt. Weil unser Kindertrainer Wurzel krank darnieder liegt, hat sich kurzfristig Andrew, ein ukrainischer Vater, der in seiner Heimat selbst Fußballtrainer ist, als Vertretung angeboten. Mit der vom Enten-Coach ausgeliehenen Pfeife klappt das auch auf Anhieb. Auf der anderen Hälfte des Spielfeldes versammelt unser syrischer Trainer Basaeef gerade seine älteren Schützlinge um sich.

Le Coach Ronald und Le Maître Stefan hatten zwischenzeitlich heißen Tee und Kekse für alle Sportler*innen und deren Eltern bereit gestellt, schreiten das Trainingsgelände ab und geben letzte Anweisungen. Das Kinder- und Jugendtraining des FC Ente Bagdad nimmt seinen Lauf.

Als sei es so choreografiert ist das der Augenblick, in dem Julia Müller und Martin Weichsler die Enten-Arena betreten. Die beiden bilden die Geschäftsführung der in Mainz-Hechtsheim ansässigen FORMATFABRIK GmbH. Dieses Unternehmen zeichnet für den Film über die Enten und auch für alle anderen Filme über die Preisträger anlässlich des Brückenpreises Rheinland-Pfalz 2022 verantwortlich. Gekommen sind sie, um dem FC Ente Bagdad mit einer Spende unter die Flügel zu greifen.

„Ich habe den FC Ente Bagdad schon seit vielen Jahren auf dem Schirm“, gibt Martin Weichsler preis, „und ich habe auch schon mit einigen Leuten zu tun gehabt, die einen direkten Bezug zu euch haben oder gar mitspielen.“ Als dann das Drehteam von seinem Besuch in der Enten-Arena aufgekratzt und inspiriert zurück gekommen sei, „haben wir sofort beschlossen, diese tolle Truppe zu unterstützen“, ergänzt Julia Müller. „Was ihr hier macht, dieses ehrenamtliche Engagement, dieses Herzblut, diese Wärme, die ihr den Menschen gebt, das ist außergewöhnlich“, erklingt es unisono.

Wir sprechen noch über den Applaus, den ihr Brückenpreisfilm bei der Verleihung bekommen hatte, über die Freude der ukrainischen Mütter, über den Stolz der afghanischen Jugendlichen und das Strahlen in den Augen auch aller anderen Geflüchteten, die im Film zu sehen waren. „Ihr könnt euch sicher sein: Sobald wir ihn auf unserem Youtube-Kanal veröffentlicht und Ronald den Link in die WhatsApp-Gruppen gepostet hatte, ging euer Film in die ganze Welt“, bestätigt Le Maître.

„Ein Foto brauchen wir aber auch noch“, gibt Martin Weichsler den nächsten Programmpunkt vor. „Aber mit allen. Alle sollen mit auf’s Foto“, wünscht sich Julia Müller. „Tee und Kekse gibt es erst anschließend“, bremst der Enten-Coach die kleinen Ukrainer*innen, die schon im Vollsprint zur Trinkpause enteilen wollen. So versammeln sich alle um die Spender und die Enten-Vertreter, halten die Enten-Schals hoch, machen noch eine Welle – und dann noch eine – und dann noch eine, bis der syrische Fotograf Saleh alles mit den drei Smartphones, die ihm in die Hand gedrückt worden waren, aufgenommen hat.

Dann endlich Trinkpause: Ronald, Saleh und Stefan können den heißen Tee gar nicht so schnell in die Becher füllen wie sie ihnen entgegengestreckt werden. „Wer will Schoko?“ macht sich Saleh bei den Kleinen mit seinen Keksen beliebt. „Ich! Ich! Ich!“ schallt es ihm entgegen. Nach ein paar Minuten sind alle kauend und schlürfend zufrieden und versorgt.

Bevor sie die Enten-Arena lächelnd verlassen, versichern Julia Müller und Martin Weichsler: „Wir kommen garantiert wieder“. Ronald und Stefan bedanken sich mehrfach für den Besuch und insbesondere für die großzügige Spende. „Die wird uns im nächsten Jahr helfen, einige unserer Projekte zu realisieren“, erklärt der Enten-Coach, bevor man sich händeschüttelnd und schulterklopfend voneinander verabschiedet.

Es war uns eine Freude, mit den Menschen in der FORMATFABRIK zusammenzuarbeiten – und ganz herzlichen Dank für den Film und die Spende.

You’ll never watschel alone!

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