Skoda Deutschland ./. Ente Bagdad 5:3

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Am Montag, dem 17. Mai 2010, kam es zu einem erneuten Aufeinandertreffen der beiden Teams. Die Enten wollten nach dem Null-zu-Null-Untentschieden im Vorjahr nun für klare Verhältnisse sorgen, und Taktik-Coach Christian H. konnte mit seinem Team absolut aus dem Vollen schöpfen. 

So begannen die Enten dann auch, stellten sofort klar, wer der Cheferpel auf dem Platz war. Nach kurzem Abtasten passte der erneut genial aufspielende Stefan S. auf Christian H., welcher mustergültig auf Neu-Enten-Rakete Philipp verlängerte. Der flog über rechts außen auf das Skoda-Gehäuse zu und ließ mit sattem, flachem Diagonalschuss ins linke untere Eck dem gut aufgelegten Alfonso im Skoda-Kasten keine Chance. Die Gastgeber taten sich sehr schwer mit den pfeilschnellen und mit sehenswerter Technik ausgestatteten Jungenten Christoph, Simon und Philipp. Sie kamen zwar zu etlichen Ecken, waren aber vor dem Entengehäuse viel zu harmlos, so dass der Watschelkeeper keine allzu große Mühe hatte, die Null zu halten. 

Auf der anderen Seite spielten die Jungenten mit der Verteidigung der Gastgeber dagegen Katz' und Maus. Philipp hatte sich über links erneut durchgesetzt, scheiterte aber zunächst an Skoda-Keeper Alfonso, welcher bei seiner Rettungsaktion Simon „mustergültig“ bediente, so dass der Entenstürmer den Keeper umlaufen und zum 2:0 einschieben konnte. Der dritte Treffer in Hälfte eins entsprang einem megastarken Pass von Christoph in zentraler Position auf den in gleicher Höhe laufenden Philipp, welcher dann den Nachbrenner zündete, die Abwehr der Gastgeber stehen und Alfonso erneut keine Chance ließ. 

Skoda zeigte sich jedoch aufgrund der frühen Vorentscheidung keinesfalls geschockt, die Mannschaft bewies Moral, hatte auch Chancen, welche aber nicht zwingend genug waren, um das Ententor ernsthaft zu gefährden. Stattdessen hätte es bei den Gastgebern bis zum Pausenpfiff des souveränen Landesliga-Referees noch zwei oder dreimal einschlagen können, wenn nicht müssen. Stephan M. vergab beispielsweise zentral im Sechzehner eine zweihundertprozentige, als er allein und frei vor dem Tor den Keeper anschoss. Auch sonst sorgte der gute Alfonso immer wieder dafür, dass die Gastgeber in Hälfte eins kein Debakel erleben mussten. 

Ein solches gab es dann ab der sechzigsten Spielminute für die Enten, nachdem Taktik-Coach Christian H. gemäß der Enten-Maxime, dass jeder Spieler zu seinem Einsatz kommt, alle drei Jungstürmer vom Platz genommen hatte, wodurch nach vorn kein Druck mehr aufgebaut wurde und somit die Entlastung für die Entenverteidigung nicht mehr gegeben war. Leider war mit der Auswechslung der Jungenten auch das kluge taktische Konzept im Eimer, denn aus einem in der ersten Halbzeit stringent und erfolgreich gespielten 4-1-4-1-System wurde binnen kürzester Zeit ein 2-0-8 – im Volksmund Entenpulk genannt. Zunächst wehrten die Gastgeber eine Entenecke erfolgreich ab und schlugen den Ball hoch und weit in den Mittelkreis. Leider fühlten sich die in unmittelbarer Nähe postierten Entenspieler weder für den Ball noch für den Gegner zuständig, sodass deren schneller Elfer unbehelligt dem herauslaufenden Entenkeeper entgegeneilen und diesen zum 3:1 Anschlusstreffer überlupfen konnte. 

Alfonso war nun nahezu beschäftigungslos, der Enten-Keeper wiederum hatte alle Hände und Füße voll zu tun. Die Gastgeber schnürten die Enten in ihrer eigenen Hälfte ein. Zusätzlich hatten die Gäste mit dem mittlerweile aufgekommenen Gegenwind zu kämpfen, sodass die Abstöße aus dem eigenen Strafraum nicht mal mehr die Mittellinie erreichten, wo Enten-Mittelfeld und -Angriff (Entenpulk!) einträchtig beisammen standen und auf den Ball warteten. Der Enten Taktik-Coach hätte in diesem Spielabschnitt reagieren und seine drei Granaten Simon, Philipp und Christoph zur Entlastung des gesamten Teams wieder auf den Platz bringen müssen, was er jedoch – Gründe siehe oben – nicht tat. 

In der Folge fiel zwangsläufig der 3:2-Anschlusstreffer, als sich der Skoda-Mittelstürmer nach der Ballannahme zentral im Strafraum einmal um sich selbst drehte (ein Bauerntrick, auf den die zuständige Abwehrente leider hereinfiel) und unhaltbar einlochte. Carlos holte wenig später einen Gegner am Strafraumrand von den Beinen, der dankbar in den Sechzehner hineinsegelte, woraufhin der Schiedsrichter sofort auf den Punkt zeigte. Die zahlreichen und berechtigten Proteste der Gäste waren natürlich vergeblich. Bei dem anschließenden Elfer, welcher zum Ausgleich führte, suchte sich Richard leider die falsche Ecke aus. 

Das Entengehäuse wurde nun endgültig zur Schießbude für die Gastgeber. Der Rechtsaußen sorgte in der 75. Minute unbedrängt und von seinem Gegenspieler staunend beobachtet mit strammem Schuss aus etwa 20 Metern für die Führung des Teams von Skoda Deutschland. Kurz vor Schluss fiel dann auch noch das 5:3. Bei einer von links auf den kurzen Pfosten getretenen Ecke zog die am nächsten zur Eckfahne stehende Abwehrente blitzartig den Kopf vor dem herannahenden Ball ein. Dadurch konnten weder die dahinter postierten Enten eingreifen noch der Skodastürmer ausweichen, wodurch er die Kugel per Kopf unhaltbar zum 5:3 in das Entengehäuse abfälschte. Die anschließend noch einmal eingewechselten Christoph und Simon bewirkten leider keine Ergebniskorrektur mehr, denn da war  – frei nach Felix Magath – der Drops bereits gelutscht.

Für die Enten spielten: Carlos, Christian, Christoph, Kalli, Matthias W., Mohammed, Richard, Ronald, Stefan S., Stefan Z., Stephan M., Victor, Simon, Philipp und Zeynel.


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