Rassismus raus – Stimmung rein

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Buntes Fußballturnier gegen rechts in Gau-Algesheim

(Mainz – eig. Bericht) Fußball verbindet. Wer das bisher nicht geglaubt hat, konnte es bei dem Fußballturnier in der Kaffee-Kaputt-Arena in Gau-Algesheim eindrücklich erfahren. Ausgerichtet wurde das Turnier vom Verein Kaffee Kaputt und der Arbeitsgruppe Kigina. Anlass waren die Jubiläen 10 Jahre Partnerschaft Gau-Algesheim/Kigina und 10 Jahre Kaffee-Kaputt-Arena. Als Schirmherr des Turniers unter dem Motto „Fußball gegen Rassismus" firmierte Stadtbürgermeister Michael König. Carsten Frigger vom Partner-schaftsverein Rheinland-Pfalz und Roland Schäfer von Rheinhessen gegen rechts e.V. wiesen auf die besondere Bedeutung solcher Begegnungen im Hinblick auf die Unterstützung des Partnerlandes Ruanda und der Gau-Algesheimer Partnergemeinde Kigina hin und zeigten auf, wie wichtig der Widerstand gegen autoritäre, diskriminierende und rassistische Tendenzen ist.

„Stadionsprecher" Hans-Martin Schmitz konnte vier Mannschaften begrüßen, die alle in irgendeiner Weise mit Ruanda und mit Aktionen im Sinne der Integration und gegen Diskriminierung verbunden waren. Das war zum einen die Mannschaft INYANGE Gau-Algesheim, die aus ruandischen Studenten und Auszubildenden besteht und die nicht nur wegen ihrer kanariengelben, von der AG Kigina gesponsorten Trikots auffiel; sie sind als ruandisches Team einzigartig in Rheinland-Pfalz. Multinationales Flair wies auch das Team des FC Ente Bagdad auf, deren Spieler aus 25 verschiedenen Ländern stammen und die im letzten Jahr eine ausgiebige Rundreise nach Ruanda unternommen hatten. Die aus Schülern und Lehrern zusammengesetzte Mannschaft kam von der Christian-Erbach Realschule plus, die in Gau-Algesheim durch ihre Teilnahme am „Tag für Afrika" der bedeutendste Geldgeber für die Projekte in Kigina ist. „Gastgeber" Kaffee Kaputt engagiert sich in vielfältiger Weise im gesellschaftlichen Leben der Stadt und hatte u.a. beim Ruandatag 2014 ein Benefiz-Konzert durchgeführt.

Alle vier Teams zeigten ihr sportliches Können. Vorab übergab Berthold Döß den von ihm gestifteten FIFA-Ball und es wurden in einer Qualifikationsrunde die Teilnehmer für das Spiel um Platz drei und für das Endspiel ermittelt.

In der darauf folgenden Pause zeigten sich mit dem Vereinsvorsitzenden Stefan Hofmann und Profifußballspieler Brajan Gruda namhafte Vertreter von Mainz 05. Die Veranstalter würdigten deren Besuch als Zeichen für das Engagement des Vereins über das sportliche Leben hinaus. Naturgemäß wünschten sie dem Verein den Verbleib in der ersten Bundesliga. Währenddessen wuchs eine lange Schlange von Zuschauern, die ein Autogramm von Gruda mit nach Hause nehmen konnten.

Nach den letzten beiden Spielen ergab sich folgende Reihenfolge:

  1. Christian-Erbach Realschule plus
  2. INYANGE Gau-Algesheim
  3. FC Ente Bagdad
  4. Team Kaffee Kaputt

Die Mannschaft der Enten war durch ein paar Kicker der Jedermänner verstärkt worden, und einige hatten ihre Partnerinnen und Kinder mitgebracht. So wurde dieser Sonntag bei schönstem Wetter auch ein kleines Familienfest, bei dem auch die Kleinen und Kleinsten ihren Spaß hatten.

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