Podiumsdiskussion

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Dritte Veranstaltung im Rahmen der Mainzer Erinnerungswochen 2026

(Mainz – eig. Bericht) Den Begriff „asozial“ nutzen manche gedankenlos als Schimpfwort. Ein Problem, denn als sogenannte „Asoziale“ wurden im Nationalsozialismus schlicht viele Menschen verfolgt, die nicht ins System passten. Ihre Zahl ist unklar, erst 2020 wurden sie als Opfer des Nationalsozialismus anerkannt.

Um diese Menschen und ihre Geschichte ging es in der Diskussionsrunde mit Ines Eichmüller (Zweite Vorsitzende des Verbandes für das Erinnern an die verleugneten Opfer des Nationalsozialismus), Jenny Heinz (Armut und Gesundheit in Deutschland e.V.), Nora Hespers (Journalistin) und Johan Graßhoff (Trainer der deutschen Nationalmannschaft der Wohnungslosen). Von der Verfolgung damals wurde der Bogen geschlagen ins Jetzt: Wen grenzen wir als Gesellschaft aus? Die Moderation übernahm wie immer professionell und bestens vorbereitet die Journalistin und „Wortpiratin“ Mara Pfeiffer.

Im Landesmuseum der Stadt Mainz hatten sich mehr als 70 an diesem Thema interessierte Menschen eingefunden. Sie sollten nicht enttäuscht werden, denn die sowohl kurzweilige als auch etwa zweistündige Podiumsdiskussion bot reichlich Information und viele Perspektiven, aus denen dieses Thema betrachtet werden kann. Fragen, Anregungen und Hinweise aus dem Plenum folgten den fesselnden Beiträgen der Menschen auf den Podium, die mit fair gehandeltem und original Mainzer Fastnachtskaffee, der unvermeidlichen und jeweils handgefertigten Ente mit Turban sowie dem Entenschal geehrt und beschenkt wurden.

Im Anschluss nahm das Publikum auch wieder einmal gerne die Gelegenheit zum Austausch mit den Gesprächsgästen wahr. Ein gelungener Abend, der noch lange nachwirken wird.

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