Mainzer Erinnerungswochen 2021

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Mainzer Erinnerungswochen auch in virtuellen Zeiten

(Mainz – eig. Bericht) Der FC Ente Bagdad und die 05er-Fußballszene setzen gemeinsames Zeichen für Vielfalt

Der Januar 2021 steht trotz aller Corona-bedingten Einschränkungen auch in diesem Jahr beim FC Ente Bagdad ganz im Zeichen der Mainzer Erinnerungswochen. Gemeinsam mit dem 1. FSV Mainz 05, dem Fanprojekt Mainz, den Supporters Mainz sowie QueerNet-RLP und weiteren Partnern gedenken wir mit einigen vorwiegend virtuellen Veranstaltungen zwischen dem 23. Januar und dem 9. Februar der Opfer im Holocaust.

Damit wollen wir erneut auf die Verfolgung und Ermordung der Juden sowie Minderheiten und Andersdenkender während des Nationalsozialismus aufmerksam machen. Dabei liegt der Fokus in diesem Jahr auf den Menschen, die aufgrund ihrer sexuellen Identität von den Nazis als „Abartige und Homosexuelle“ gebrandmarkt, verfolgt und ermordet wurden.

Die „Mainzer Erinnerungswochen“, eingebettet im Rahmen des 17. Erinnerungstages im deutschen Fußball, beginnen beim Heimspiel des 1. FSV Mainz 05 gegen RB Leipzig am 23. Januar. Anders als in den Vorjahren wird es dieses Jahr leider keine gemeinsame Stadionaktion von Geflüchteten und Mainz 05-Fans geben können. Stattdessen wird mit Bannern im Stadion auf den Gedenkspieltag hingewiesen.

Es folgen drei virtuelle Veranstaltungen:

Am 27. Januar um 19:05 Uhr gibt es Einblicke in das „queere“ Stadt- und Fußballleben in Mainz. Unter dem Titel „Queer vadis, Mogontiacum?!“ diskutieren Mitglieder der „LGBTQIA*“-Gemeinschaft auf einer Podiumsdiskussion über ihr Leben und ihre Erfahrungen in Mainz.

Die Aufzeichnung der seinerzeitigen Liveübertragung:

Zwei Tage später, am 29. Januar um 19:30 Uhr, referiert die Historikerin Dr. Kirsten Plötz virtuell über „Lesbische Liebe in Zeiten des Nationalsozialismus und in der früheren Bundesrepublik.

Den Vortrag gibt es hier zu sehen:

Am 9. Februar um 19.30 Uhr erwarten wir den abschließenden Online-Vortrag von Henrik Drechsler, der über das Leben jüdischer Sportler im Mainz der 1930er Jahre am Beispiel des Boxsportlers Walter Grünfelds berichtet.

Der Vortrag läuft an dieser Stelle:

Uns ist es wichtig, die Erinnerung an den fürchterlichen Aufstieg der Nationalsozialisten und die grausame Zeit während ihrer Schreckensherrschaft wach zu halten. Gerade in Zeiten wie diesen, wo Nationalismus und Hass sowie Ignoranz, Ausgrenzung und Fremdenfeindlichkeit wieder erschreckend präsent werden, müssen wir wachsam sein und unsere Stimmen erheben.

Den Flyer zu den „Mainzer Erinnerungswochen“ haben wir als PDF zum Herunterladen an dieser Stelle platziert.

You’ll never watschel alone.

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