LH Soccer ./. Ente Bagdad 4:3

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Gastgeschenke sind unsere Stärke

Am Montag, dem 04.04.2011, trafen die Enten auf das Lufthansa-Team. Coach Ronald musste auf die komplette U 20 verzichten, brachte aber dennoch ein sehr gutes Team auf den Rasen, welches von Beginn an zeigte, auch ohne die pfeilschnellen Youngsters bestehen zu können. 

So bot sich Mohammed halblinks eine dicke Chance, bei der er aber den Ball an den Außenpfosten setzte. Auf der Gegenseite versuchten es die Lufthanseaten mit Schüssen aus der zweiten Reihe, die jedoch allesamt vom Enten-Keeper entschärft werden konnten. Die von Schiedsrichter Ralf Weber geleitete Partie gestaltete sich in den ersten 20 Minuten ausgeglichen; hüben wie drüben gab es Chancen, aber keinen Abschluss. 

Das änderte sich dann in der 25. MInute, als Martin Christian L. über links bediente, letzterer den sprichwörtlichen Nachbrenner zündete, seine Gegner stehen ließ und aus extrem spitzem Winkel per Flachschuss zur 1:0 Gästeführung einschob. Von nun an – und für den Rest des Spiels – schienen einige Offensiventen die Lufthanseaten im Alleingang besiegen zu wollen. Immer wieder wurde eigensinnig in Richtung gegnerisches Tor gedribbelt, ein komplizierter statt einfacher Pass (wenn überhaupt) versucht und dadurch reihenweise die Bälle in der Vorwärtsbewegung verloren. Leider bemühten sich die Betreffenden nicht einmal, ihren Fehler gutzumachen, sondern blieben einfach stehen, und der gegnerische Angriff konnte fast widerstandslos das MIttelfeld überbrücken. 

In dieser Spielphase hatten die Enten zwar auch die Chance auf 2:0 zu erhöhen, aber die beschriebene Spielweise und die freundliche Unterstützung des Schiedsrichters führten zum genauen Gegenteil. In der 30. MInute war wieder einmal ein Ball vertändelt worden, die Entenverteidigungslinie hatte sich trotzdem schnell am Rand des Sechzehnmeterraumes aufgebaut. Zwei Lufthanseaten am Fünfmeterraum standen dadurch überdeutlich im Abseits, aber der erwartete Pfiff von Schiri Ralf Weber blieb aus. Die Gastgeber konnten daher mühelos einschieben, da die Entenverteidigung nicht mehr hin kam und alle Enten auch mit einem Pfiff des Unparteiischen gerechnet hatten. Die berechtigten Reklamationen der Enten verpufften allerdings im Rüsselsheimer Abendhimmel, weil der Schiri von seiner Position an der Mittellinie kein Abseits gesehen haben wollte und die beiden LH-Stürmer sich natürlich keiner Schuld bewusst waren, zumal ja auch nicht gepfiffen worden war. Fairplay sieht anders aus.

Der Ausgleich bzw. die krasse Fehlentscheidung sorgte bei den Enten für ordentlich Konfusion. Die Lufthanseaten konnten in der Folge schalten und walten, wie sie wollten. Oktay (im Team der Gastgeber) hatte sich rechtsaußen problemlos durchgesetzt, passte auf seinen Mittelstürmer. Dieser traf zentral aus kurzer Distanz den Ball nicht richtig, erwischte dadurch aber den Enten-Keeper am Fuß, und von diesem trudelte der Ball zur 2:1 Führung ins Entennetz. Doch damit nicht genug. Kurz vor der Pause erneut große Aufregung im Entenstrafraum, nach einem weiteren unnötigen Ballverlust durch einen Querpass kurz vor dem Sechzehner direkt in die Füße des Gegners. Ein Stürmer schoss den Enten-Keeper an, der konnte nur nach vorne abwehren, aber die Gastgeber hatten dann durch einen weiteren Spieler alle Zeit der Welt, die Kugel doch noch im Entengehäuse unterzubringen. 

Schiri Weber pfiff anschließend zur Pause, aus welcher die Enten mit neuem Elan zurückkehrten. Nun begann eine Belagerung des Gehäuses der Gastgeber. Matthias W. war mittlerweile  ins Team gekommen, und der wirbelte die Lufthanseaten gehörig durcheinander. Nur ein Abschluss wollte nicht gelingen. Das Fehlen der jungen Wilden auf Seiten der Enten wurde deutlich, der blitzschnelle Pass wurde vermisst. Die Gastgeber wussten sich gegen den Mann, der niemals aufgibt, jedoch häufig nur mit Fouls zu helfen, und in der sechzigsten Spielminute wurde Matthias W. in aussichtsreicher Position halblinks am Sechzehner ein Freistoß zugesprochen. Für solche Fälle haben die Enten ihren Werner, welcher schon etliche Freistoßtore selbst aus den unmöglichsten Positionen erzielt hatte. So war es auch an diesem Abend wieder: Werner jagte die Kugel mit seiner linken Klebe im Bogen über den reichlich kleinwüchsigen Torhüter oben rechts in den Winkel zum verdienten 3:2 Anschlusstreffer. 

Die Enten schickten sich an, das Spiel zu drehen, wenn da nicht ein erneuter krasser Fehlpass gewesen wäre. Diesen nutzten die Gastgeber zu einem blitzschnellen Konter gegen bereits weit aufgerückte Enten, diagonaler Flachschuss des Rechtsaußen in Richtung linkes unteres Eck, der Enten-Keeper macht einen Schritt zu wenig und muss den Ball zum 4:2 passieren lassen. Das war so weit in Ordnung, nur die Entscheidungen des Referees waren es nicht immer. Gewiss, die in der Regel von den Heimteams gestellten Unparteiischen sind selten Professionelle, aber dem Gast sollte doch etwas mehr Objektivität zugestanden werden. Schiri Weber pfiff aus Entensicht jedoch grundsätzlich im Zweifel für das Heimteam. So wurden Matthias W. zwei klare Elfmeter versagt, was ebenfalls für Verdruss sorgte. 

Die Enten zeigten jedoch trotz des 12. Mannes der Gastgeber Moral. Mohammed hatte sich in der 80. Minute rechts im Strafraum schön durchgesetzt und versenkte die Kugel zum 4:3 im Netz. Anschließend konnte ein Verteidiger gegen den in aussichtsreicher Position im Sechzehner zum Torschuss ansetzenden Matthias W. in höchster Not den Ball ins Toraus spielen. Zu aller Überraschung entschied Schiri Weber jedoch auf Abstoß und nahm den Enten eine weitere Chance. Auch die LH-Kicker intervenierten nicht. Schlussendlich blieb es bei dem 4:3, einer unverdienten Niederlage der Enten, zu der sie aber zumindest bei zwei Gegentreffern fleißig beitragen hatten. 

Für die Enten spielten: Christian L., Eric d.F., Dirk, Frank, Martin, Matthias W., Mohammed, Mustapha, Richard, Romain, Stefan S., Victor und Werner.

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