Kicker, Kämpfer und Legenden

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Ausstellung im Fanhaus Mainz

Am 23. Januar war die Ausstellung „Kicker, Kämpfer und Legenden – Juden im deutschen Fußball“ von Daniel B., Fanprojekt Mainz, und unserem „Enten-Historiker“ Dr. Elmar R. sehr einfühlsam und bewegend eröffnet worden. Im Fanhaus Mainz war sie bis zum 3. Februar zu sehen.

Die Ausstellung thematisiert die Bedeutung von Juden im deutschen Fußball. Jüdische Fußballer, Trainer, Journalisten und Funktionäre haben den Fußball in Deutschland populär gemacht. Sie waren Pioniere des deutschen Fußballs. Sie wurden umjubelt, verehrt und respektiert, galten als Vorbilder im Sinne des sportlichen Gedankens des Fairplays. Ihre revolutionären Visionen und Methoden setzten Maßstäbe, die den deutschen Fußball lange prägten.

1933 wurden ihre erfolgreichen Karrieren dann schlagartig beendet. Die Nationalsozialisten veranlassten, dass jüdische Sportler, Trainer und Funktionäre aus den Vereinen ausgegrenzt und ausgeschlossen wurden. Bis zum 10. November 1938 durften Juden nur noch in jüdischen Vereinen spielen. Danach wurden alle Sportaktivitäten für sie verboten. Sie teilten das Schicksal aller europäischen Juden, wurden verfolgt und zum Teil in Konzentrationslagern ermordet. So spiegelt die Ausstellung das Schicksal der jüdischen Fußballer wider.

Nicht nur Mainz 05- und Ente Bagdad-Fans, sondern auch zahlreiche interessierte Bürger haben sich bis gestern die Ausstellung angeschaut. Ein voller Erfolg, wie uns die vielen positiven Rückmeldungen verdeutlichen, und eine sehr gute Abrundung der „Mainzer Erinnerungswochen“.

Die Ausstellung ist jetzt auf dem Weg zur Irena-Sendler Gesamtschule Ahaus, wo sie als Teil des Geschichtsunterrichtes den Schülern vorgestellt wird. Eine löbliche Idee.

Wir sind motiviert und werden auch im kommenden Jahr zum 75. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz in Zusammenarbeit mit dem Fanprojekt Mainz sowie dem 1. FSV Mainz 05 verschiedene Veranstaltungen und Aktionen durchführen. Die ersten Planungen laufen bereits.

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