Kibbuz Ma‘Abarot Israel ./. FC Ente Bagdad 1:0

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Freundschaftsspiel im Kibbuz von Zvi Cohen

(Mainz – Le Titan/eig. Bericht) Am siebten Tag ihrer Kultur-Kick-Reise nach Israel fuhr die Enten-Nationalmannschaft in den etwa 100 Kilometer von Jerusalem entfernten Kibbuz Ma’Abarot.

Der Empfang durch die israelischen Freunde in persona Zvi Cohen und seines Bruders Abi war äußerst herzlich. Nachdem sich die Enten mit Gebäck und Erfrischungsgetränken gestärkt hatten, referierte Zvi zunächst darüber, was ein Kibbuz eigentlich ist bzw. wo seine Ursprünge liegen.

Anschließend folgte seine Lebensgeschichte als deutscher Junge jüdischen Glaubens zur Zeit des Nationalsozialismus, welche er, am 23.Mai 1931 in Berlin geboren, erleben musste. Zvi referierte ohne jeglichen Belastungseifer, aber derart plastisch, dass der Schreiber dieser Zeilen das Gefühl hatte, persönlich dabei gewesen zu sein und gleichzeitig froh war, diese Zeit nicht erlebt zu haben. 

Nun, Zvis Ausführungen würden den Rahmen dieses Berichtes sprengen.

Das Fußballspiel war um 12 Uhr auf dem Kibbuz-eigenen, etwa 30x20 Meter großen und überdachten Kleinfeld vor etwa 200 Zuschauern angesetzt. Ein wenig erinnerte es die Enten an das Futsal-Spiel in La Paz/Bolivien, jedoch waren sowohl der Bodenbelag als auch die Beleuchtung im vorliegenden Falle wesentlich besser als seinerzeit in Südamerika.

Trotzdem: Die Gegner der Enten werden von Jahr zu Jahr jünger – oder die Enten von Jahr zu Jahr älter. Oder beides.

So war es auch mit den israelischen Freunden, welche direkt nach dem Anpfiff ihr Mütchen am Tor des Titanen kühlten und diesen unter Dauerbeschuss nahmen.

Allerdings hatte die Enten-Defensive einschließlich des Titanen einen guten Tag erwischt, denn sie ließen nichts anbrennen und dem wieselflinken Gegner keine Chance. Konditionell hielten die gefühlt mindestens doppelt so alten Enten sehr gut mit, sodass zeitweise selbst der Schiedsrichter in Manndeckung genommen werden konnte. Mitte der zweiten Hälfte verlagerte sich das Spielgeschehen sogar mehr und mehr in des Gegners Hälfte.

Jedoch ließen die Enten – man muss es leider immer wieder sagen und immer weniger betonen – in der Offensive einige Hochkaräter liegen, so dass bis zum Ende der regulären Spielzeit immer noch kein Tor gefallen war.

Die Gastgeber schlugen daraufhin die Entscheidung per Golden Goal vor – und erzielten selbiges dann in der letzten Minute der dreiminütigen Nachspielzeit: Ein wahres Duseltor aus zwei Metern Entfernung, das nachzuvollziehen nach dem Abpfiff niemandem mehr gelingen wollte.

Im Anschluss an den Kick lobte Zvi das gesamte Enten-Team für dessen überragende Leistung, und es ging danach gemeinsam zum Essen in die Kibbuz-eigene Kantine.

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