Jedermänner-Turnier in Bodenheim

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Zweimal Platz VIER – ein ACHTbarer Erfolg!

Zum Mammutturnier mit 17 Mannschaften hatten die Jedermänner auch in diesem Jahr traditionell zum Kleinfeldturnier nach Bodenheim geladen. Enten-Präsident Ronald schickte gleich zwei Teams ins Rennen um die begehrte – ja was eigentlich? Vermeintlich für Rum und Ähre, Vaterteich und Muttermal, spielten und kämpften 15 Enten an diesem heißen Sommertag mit Temperaturen um die 30 Grad auf dem sandigen Geläuf – nein, leider kein Strand an den Küsten des Atlantiks, wie vor gut einem Jahr…

Das Enten-2-Team musste sich dabei in der Neuner-Gruppe auch mit zwei – unverzeihlich – fremdwatschelnden Enten auseinandersetzen; und wurde auch im ersten Spiel prompt auf der falschen Flosse erwischt. Gut 30 oder mehr Sekunden ließen die Kapellenkicker aus Bodenheim den Ball in den eigenen Reihen zirkulieren, ohne dass eine Ente auch nur den Hauch einer Ballberührung verspüren konnte – dann der Pass in die Tiefe des Enten-Strafraums auf Peter. Dieser umkurvte auch noch Gerwin im Enten-Tor und schob überlegt zur Führung ein. Zwar hatten die Enten in der Folgezeit durchaus einige gute Chancen zum Ausgleich, die aber allesamt versemmelt oder verstolpert wurden. So misslang der Turnierauftakt dann doch ein wenig.

Besser gelang der zweite Auftritt gegen die bunte Truppe der AK 47 – wofür auch immer diese Abkürzung steht. Das Siegtor erzielte Kalli mit einem gefühlvollen Weitschuss-Heber von diesseits der Mittellinie über Freund und Feind hinweg. Der gegnerische Torwart befand sich auch gerade irgendwo im Nirgendwo des Spielfeldes…

Der eigene Torwart sorgte dann zu Beginn des dritten Spieles – gegen den späteren Gruppensieger Pamzarotti – für einige Verwirrung. Befand er sich bei Anstoßzeit doch noch auf Merchandising-Tour für sein geniales Fußball-Comic-Buch irgendwo zwischen Kaffeestand und Fankurve in Bodenheim. Wohl mit seiner besten Laufleistung des Tages schaffte er es aber doch noch rechtzeitig zwischen die Pfosten seines Tores. In dieses schlug dann genau einmal – und das fulminant und sehenswert im oberen Triangel – das gelbe Leder ein. Nicht unverdient, dürfte die gefühlte Ballbesitzquote der Enten in diesem Spiel doch bei unter 20 Prozent gelegen haben.

Gegen das Bodenheimer Dreamteam folgte – wie später auch gegen die Feinen Herren – ein torloses Unentschieden, trotz zahlreicher nahezu hundertprozentiger Einschusschancen. Zwischen diesen beiden Spielen lag unter anderem das Aufeinandertreffen mit einer weiteren Ente im falschen Kleid: Simon und die Wedler, gegen Victor und die Watschler. Vaters Team war hoch überlegen und ging durch Matthias W. nach einer schönen Ballstafette verdient mit 1:0 in Führung, verpasste aber die Vorentscheidung durch den zweiten Treffer. Und so fingen sich die Enten in den beiden letzten Minuten noch zwei Kontertore und unterlagen am Ende unglücklich und unnötig mit 1:2.

Zwei Siege zum Abschluss gestalteten die Bilanz des Enten-2-Teams am Ende dann aber doch noch ausgeglichen und hievten das Team noch auf Platz Vier dieser Neuner-Gruppe. Jeweils mit 2:0 wurden die Autowerkstatt und das Donnersbergteam vom Platz „gefegt“. Die Treffer erzielten Matthias W. (3) und Kalli W. (1), alles Tore nach ansehnlichem Pass- und Laufspiel sowie überlegtem Abschluss.

Mit elf Punkten (3S-2U-3N) und einem Torverhältnis von 6:4 wurde das Enten-2-Team am Ende Vierter in der Gruppe – ebenso wie Ente 1 in der anderen Gruppe. So lag es nahe, ein enteninternes Entscheidungsspiel um Platz 7 zu gestalten – doch dieses Spiel fand nie statt… (Anm. d. Coaches: Es muss auf jeden Fall erwähnt werden, dass Ente 1 das interne Finale mit 5:1 gegen Ente 2 gewann und somit klar das bessere Team war!)

Insgesamt eine Leistung, die aller Ehren wert war, mussten die Enten doch nicht nur im Vorfeld die kurzfristige Absage von Tobias D. verkraften, sondern in den beiden letzten Spielen auch ohne Ersatzspieler die Hitze bewältigen, da Matthias D. sich an diesem Tage verständlicherweise auch noch um seinen Familienzuwachs kümmern wollte.

Für die Ente 2 spielten: Gerwin, Matthias D., Victor, Heiko, Kalli, Christian H., Matthias W.

 

Ausnahmsweise hier zwei Kommentare im Vorfeld der Berichterstattung:

Anm. v. Matthias D.: Euch allen zunächst vielen Dank für die zahlreichen und netten Gratulationen anlässlich der Geburt unseres Johann. Selbstverständlich werde ich auf eine gelungene Nachfolge meiner (der „Blutgrätsche“) hin arbeiten, will aber nicht zu viel versprechen. Der Kerl kann nämlich bisher weder ironische Kommentare verteilen, noch sich ohne fremde Hilfe aufrecht (mental wie korporell) halten. Es gibt also noch viel zu tun, bis er mich ablösen kann.

Der Sieg der Ente 1 über die Ente 2 hängt selbstverständlich unweigerlich mit meiner Abwesenheit nach Spiel 6, und somit der Lysierung der Abwehr zusammen – schade. Aber das Familienglück hatte in diesem Moment Vorrang. War dennoch ein sehr schönes und wie gewohnt einträchtiges Turnier ohne unnötige Härten, obschon ich derer selbstverständlich in gewohnter Manier empfänglich gewesen wäre.

Freue mich noch auf viele gemeinsame Jahre mit Euch – hoffentlich verletzungsfrei für alle.

 

Antw. v. Heiko: Lass Dir ruhig Zeit mit der Aufzucht von „Blutgrätsche 2“ Johann. So lange Du so spielst wie gestern brauchen wir vorerst keinen Ersatz. War nach der Geburt und der sicherlich unruhigen Zeit bei Euch ein ganz starker Auftritt von Dir (vor allem der Sekt und das Bier). Trotz Deines Familieneinsatzes ab Spiel 6 haben wir die restlichen zwei Spiele ohne „Blutgrätsche 1“ zu Null gespielt! - Mit Dir wären aber vielleicht statt eines 0:0 und eines 2:0 zwei noch bessere Ergebnisse möglich gewesen. Das Spiel gegen Ente 1 diente zum Schluss nur dem Wiederaufbau unserer mental am Boden liegenden Teamkollegen von Ente 1 (trotz intensiver Bemühungen ab Spiel eins ist es nicht gelungen, das Halbfinale herbeizurechnen). Deshalb haben wir statt wie gewohnt ein 3:1:1-System zum Abschluss ein 1:1:3-System gespielt. Vielleicht war es aber auch ein 0:0:1 System (90% Ballbesitz für den „Mann der niemals aufgibt“). Insgesamt hat das Turnier viel Spaß, Spannung und eine wunderbare aktive Erholung mit leichtem Sonnenbrand gebracht.

 

Ente Bagdad 1 Vierter beim Turnier der Jedermänner

Der im Vorfeld hoch gehandelte Favorit auf den Turniersieg – Ente Bagdad 1 – wurde überraschend nur Vierter beim traditionell stark besetzten Treffen der Freizeitmannschaften in Bodenheim. Ursächliche Gründe dafür waren der kurzfristige Ausfall der Nummer 1 sowie eine äußert diskutable Schiedsrichterleistung im entscheidenden Spiel um den Einzug ins Halbfinale. Doch der Reihe nach!

Mit der etatmäßigen Nr. 4 im Tor Lothar, den Abwehrspielern Bertrand, Stephan M. und Ronald, dem Mittelfeld mit Dirk und den Offensivkräften Mustapha und Mohammed wurde im ersten Spiel ein 1:1 gegen das Team Hilge erzielt. Ente 1, durch ein mehr als unglückliches Eigentor in Rückstand geraten, konnte trotz eines enormen Sturmlaufs erst kurz vor Ende der Partie durch Mustapha ausgleichen. 

Im Spiel gegen die Lederquäler hielt es Stephan M. nicht mehr in der Abwehr und er erzielte sein erstes Tor in diesem Turnier. Mohammed machte durch seinen ersten wie sehenswerten Treffer den 2:1 Sieg perfekt. Dauerläufer Dirk hatte sich die leicht gezerrte Adduktorenmuskulatur so stark gekühlt, dass er sich bei einem seiner starken Antritte in diesem Spiel einen Faserriss zuzog und für den Rest des Turniers passen musste.

Nach diesem weiteren Ausfall geriet die medizinische Abteilung der Enten immer mehr unter Druck. Der Coach reagierte aber mit der Nachnominierung von Christoph sofort.

Das dritte  Spiel gegen den späteren Turnierzweiten HSC Mörfelden wurde auf Grund der bereits erwähnten Schiedsrichterleistung mit 1:2 verloren. Ein Missverständnis zwischen Lothar und Ronald führte zur glücklichen Führung für den Gegner. In einer brenzligen Situation vor dem Tor hatte Lothar den Ball bereits fest im Griff, als dieser ihm aus der Hand getreten wurde und ins Toraus rollte. Ente 1 reklamierte heftig beim Schiedsrichter über diese unnötige Härte, während der Gegner die Ecke schnell ausführte und das 0:2 markierte. Der nachnominierte Christoph wurde bei diesem Spielstand eingewechselt und erzielte in noch leicht komatösem Zustand nach der Feier seines 18. Geburtstages lässig den Anschlusstreffer. Zu mehr reichte es leider nicht mehr, da der Schiedsrichter etwas zu früh abpfiff.

Gegen den späteren Turniersieger MVK Friends setzte es ein 0:2. Ente 1 hatte es bis zu dieser Partie nicht verkraftet, dass das Schicksal sie so mit Tragik überschüttet hatte. In Einzelgesprächen wurden die Spieler durch Ronald auf die restlichen Begegnungen vorbereitet.

Gegen die Sissy Cup Schnickers geriet man trotzdem in Rückstand. Einem sehr symphatischen Gegner, der allerdings bis zu diesem Zeitpunkt keines seiner Spiele erfolgreich gestalten konnte. Die Befürchtung, das Mentaltraining hätte nicht gefruchtet, wurde durch die Treffer von Christoph (mittlerweile hellwach) und Stephan widerlegt. 

Die Schoppekicker bekamen dann die volle Auswirkung der Therapie zu spüren und wurden mit 3:1 besiegt. Bei diesem nie gefährdeten Sieg erzielten Mohammed, Bertrand und Mustapha die Treffer.

Im letzten Gruppenspiel gegen die Turbokicker, das mit 1:4 verloren ging, merkte man, dass es um nichts mehr ging. Ente 1 war gedanklich bereits beim anschließend stattfindenden Spiel um die Entenmeisterschaft. Christoph erzielte den Ehrentreffer.

Ente 2, in diesem Spiel ohnehin nur in der Außenseiterrolle, wurde regelrecht überrollt. Nach wenigen Minuten stand es bereits 3:0 und man musste ein zweistelliges Ergebnis befürchten. Ente 1 schaltete dann aber ein paar Gänge zurück und sorgte mit dem Endstand von 5:1 dafür, dass Ente 2 noch gut bedient war. Mohammed und Mustapha wirbelten die Abwehr von Ente 2 ein ums andere mal durcheinander und zeichneten für alle 5 Tore verantwortlich.

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