Jedermänner ./. Ente Bagdad 3:3

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Foto beider Mannschaften vor dem Anpfiff – bei Dunkelheit und Kälte

Am Montag, dem 18.02.2008, kam es zu einem erneuten Aufeinandertreffen der beiden Teams. Die Enten waren hervorragend besetzt, und das bekamen die anfangs lethargisch wirkenden Jedermänner auch sogleich zu spüren, denn in der Anfangsviertelstunde spielte sich das Geschehen hauptsächlich in der Hälfte der Gastgeber ab. Ein genialer Pass von Bertrand auf den halblinks laufenden Angelo verwertete der südamerikanische Pfeil dann auch souverän zur Gästeführung, in dem er diagonal ins untere rechte Eck einschoss. 

Die Jedermänner hatten das 0:1 noch nicht verdaut, da bediente erneut Bertrand aus halbrechter Position mit einem sehenswerten Hackentrick den zentral stehenden Kalli, welcher auf den links lauernden Konstantin verlängerte. Dieser schweißte die Kugel in der 20. Minute mit sattem Linksschuss unhaltbar in das Gehäuse der Gastgeber zum zwischenzeitlichen 0:2. Man hatte bis zu diesem Zeitpunkt den Eindruck, die Gastgeber bekommen erneut eine Entenpackung. Erinnerungen an das kürzliche 11:1 in der Enten-Arena wurden wach, aber es kam dann anders. 

Mit zunehmender Spieldauer erwachten die Jedermänner, und nun stand das Entengehäuse immer öfter im Blickpunkt des Geschehens. Konnte der Enten-Keeper noch eine 16-Meter-Granate entschärfen sowie einige Ecken herunter pflücken, so fiel aber dann in der 30. Minute der Anschlusstreffer in der Folge eines Fehlpasses im Mittelfeld. Überfallartig tauchten die Jedermänner im Entenstrafraum auf und deren Mittelstürmer schob aus 11 Metern ein, wobei die Hand des Keepers nur den Bruchteil einer Sekunde zu spät am Boden war. 

Die Jedermänner drückten in dieser Phase weiter, von dem anfänglich guten Spiel der Enten war in diesem Spiel- abschnitt nicht viel zu sehen. Bei einem weiteren Angriff kam der Mittelstürmer zentral aus kurzer Distanz frei zum Schuss und zimmerte seine Granate unter die Querlatte, von welcher der Ball zurück ins Feld flog. Der Rechtsaußen versuchte es anschließend einfach mal aus 30 Metern, der Enten-Keeper wollte den Ball vor dem Seitenaus aufnehmen – eine völlig undramatische Situation – aber kurioserweise warf sich der Torwart den Ball in das eigene Netz zum 2:2 Ausgleich. Für jeden Torwart eine Situation zum Nachhause gehen. Aber an dieser Stelle muss bemerkt werden, dass sich die Gastgeber über diesen „Treffer“ keineswegs so richtig freuten, sondern dem Enten-Keeper ihr Mitgefühl zum Ausdruck brachten. Eine sehr nette Geste in einem hochdramatischen Spiel! 

Kurze Zeit später pfiff Referee Hubert zur Pause, aus welcher beide Teams recht frisch zurück kamen. Die anfangs müde erscheinenden Jedermänner waren nun recht munter, man hatte das Gefühl, ein anderer Gegner stünde auf dem Platz. Nun wurde auf beiden Seiten bedingungslos gefightet, die Spitzen Bertrand, Konstantin, Peter E. und Angelo stießen nun auf eine sehr gute Verteidigung. Die Verteidigung der Enten um den hervorragend aufgelegten Dirk, der wirklich keinen Ball verloren gab, sowie die bekannt souverän aufspielenden Enten Gunther, Coach Ronald, Victor und der Turm in der Brandung Tobias einschließlich des Keepers hatten durch die pfeilschnellen Stürmer der Gastgeber alle Hände und Füße voll zu tun. Es roch nach einer Führung der Gastgeber, aber die fiel dann auf der anderen Seite. 

Die Enten bekamen eine Ecke zugesprochen, ein Fall für Werner, welcher diese genial auf den am zweiten Pfosten lauernden Angelo trat. Dieser jagte die Kugel in der 55. Spielminute brachial durch die Linien der Verteidiger hindurch in das Netz der Gastgeber zur erneuten Gästeführung. Im Anschluss drängten die Gastgeber auf den Ausgleich, der ihnen durch Mithilfe des Schiris gewährt wurde, welcher den Hausherren einen zunächst recht umstrittenen Elfmeter zusprach. Eine Abwehrente sollte ihren Gegenspieler im 16er geschoben haben, aber auch der Gegenspieler war kein Kind von Traurigkeit. Nach dem Spiel gab die „Elfer-Ente“ fairerweise zu, den Jedermänner-Stürmer „regelwidrig gelegt“ zu haben. (Anm. d. Red.: Wir kennen keinen Fall, in dem ein Spieler jemals „regelkonform gelegt“ worden wäre). Nun ja, der Schiedrichter lag mit seiner Entscheidung jedenfalls richtig, der Enten-Keeper hatte bei der Ausführung das Nachsehen und es stand 3:3.

Die Enten ließen nun deutlich nach und die Jedermänner erarbeiteten sich Chance um Chance. Vor allem der brandgefährliche Sechser tauchte immer wieder im Entenstrafraum auf, schloss aber jedes Mal aus kürzester Distanz zu unplatziert ab, so dass der Enten Keeper jedes Mal reflexartig klären konnte. 

In der 80. Minute wären die Jedermänner dann aber doch noch beinahe in Führung gegangen, wenn der Rechtsaußen das Leder im Ententor untergebracht hätte, anstelle es gegen das Lattenkreuz zu schweißen – so heftig, dass das Bodenheimer Tor umzufallen drohte. In der 88. Minute drehte der Enten Keeper eine weitere Granate um den linken Pfosten, und anschließend pfiff Schiri Hubert die Partie mit einem insgesamt gerechten Unentschieden ab.

Für die Enten spielten:  Angelo, Bertrand, Christian, Gunther, Kalli, Konstantin, Mohammed, Peter E., Ronald , Dirk, Richard, Tobias, Werner und Victor.

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