Jedermänner Bodenheim ./. FC Ente Bagdad 7:11

(Kommentare: 0)

Die Enten haben einen zweiten Achtfachen

Am Montag, dem 8.Oktober 2018, kam es in Bodenheim erneut zum beliebten Federweißerkick, bei dessen Endergebnis man vermuten könnte, die Party fand zuerst und das Spiel danach statt.

Aber nun der korrekten Reihe nach:
Das Spiel lebte nach dem Anpfiff des guten Bodenheimer Referees von der sehr guten Dynamik beider Teams. Die Bodenheimer Jungs hatten genauso wie die Enten pfeilschnelle Spitzen in ihren Reihen. Die erste Großchance hatten die Bodenheimer, die mit ihrer schwarzen Perle Lucky den Entenkeeper ein ums andere mal in Verlegenheit brachten. Letzterer konnte den ersten Torschuss gerade noch so mit den Fingerspitzen gegen die Querlatte lenken.

Prompt schlug es im Gegenzug in der achten Spielminute im Bodenheimer Kasten zum 1:0 ein. Der großartig aufspielende und dirigierende Entenkapitän Sven hatte sich mit dem Ball dem gegnerischen Sechzehner genähert, spielte Samir an, der die Bodenheimer Verteidigung stehen ließ und flach zur Entenführung einnetzte.

Die Bodenheimer reagierten direkt nach dem Wiederanpfiff mit einer Gegenoffensive. Der schnelle Lucky überlief am Sechzehner die Entenverteidigung, lief alleine auf den Keeper zu und verlud diesen mit einem angedeuteten Schuss ins lange Eck, den er aber locker und leichtfüßig flach im kurzen Eck zum 1:1 Ausgleich versenkte. Direkt nach dem Anstoß ließ sich das Entenmittelfeld den Ball abnehmen und in exakter Kopie machte Lucky seine zweite Bude.

Entenkapitän Sven war das überhaupt nicht recht, lautstark wurden die Enten navigiert, und das sollte erfolgreich sein. Zunächst glich Samir nach einem sehenswerten Solo zum 2:2 aus, aber dann wurde ein Bodenheimer im Entensechzehner gelegt. Der Schiri zeigte sofort auf den Punkt und die Gastgeber gingen mit einem platzierten Schuss ins rechte untere Eck mit 3:2 in Führung.

Im direkten Gegenzug dann das gleiche Bild auf der anderen Seite: Samir, den die Bodenheimer nie im Griff hatten, wurde im Strafraum gelegt, und auch hier zeigte der gute Referee auf den Punkt. Entgegen dem fußballerischen Gesetz, dass der Gefoulte nicht schießen soll, legte sich Samir die Kugel auf den Punkt und versenkte diese souverän zum 3:3 Ausgleich.

Danach ließ man es bei den Gästen etwas schleifen; es nahte jedoch nicht nur die Pause, sondern auch der Gastgeber, welcher kurz vor Ende der ersten Halbzeit mit 4:3 in Führung ging.

In der Pause sagte der Coach zu Samir: „Du machst jetzt vier Tore“. Samir antwortete: „Ja, mache ich“. Niemand hätte zu diesem Zeitpunkt daran geglaubt, dass dieser Dialog direkt nach dem Wiederanpfiff Realität werden könnte. Die Bodenheimer hatten den Anstoß noch nicht richtig ausgeführt, da nahm ihnen Samir den Ball ab, ließ den Gegner stehen und versenkte
die Kugel zum 4:4 Ausgleich.

Erneut Anstoß der Bodenheimer, erneut das gleiche Spiel, und die Enten führten 6:4. Aber dabei blieb es nicht, Samir hatte auch noch Luft für das 7:4. Innerhalb von gefühlt fünf Spielminuten hatte er einen lupenreinen Hattrick gelandet. Erst danach gewährten die Enten den Bodenheimern eine kleine Verschnaufpause, für welche sich diese mit einem Gegenangriff und einem diagonalen Schuss in den rechten oberen Winkel zum 7:5 bedankten.

Das gefiel aber Tilo nicht, der nach schönem Pass zentral mit dem 8:5 das alte Torverhältnis wieder herstellte. Nun schienen alle Dämme der Gastgeber gebrochen, denn es hagelte zwei weitere Enteneinschläge, und in der 80. Spielminute führten die Enten zweistellig 10:5.

Diese Schmach wollte der Bodenheimer Mittelstürmer wohl nicht so ohne Weiteres hinnehmen. Er ließ zentral von der Strafraumgrenze eine gefühlt 100 km/h schnelle Granate los, welche zwar nicht platziert war, aber den verdutzten Entenkeeper doch derart überraschte, dass er zum 10:6 passieren ließ.

Samir stellte kurz darauf mit dem 11:6 den mittlerweile auf fünf Tore gestiegenen Vorsprung wieder her und sicherte sich mit acht Treffern in einem Spiel einen Platz in der „Hall of Duck-Fame“ forever. Dort befindet er sich in guter Gesellschaft des Ur-Achtfachen der Enten, Daniel, der während unserer Reise durch Syrien im Jahr 2005 ebenfalls acht Tore erzielt hatte – allerdings in zwei Spielen.

Den Schlusspunkt durften die Gastgeber mit einem Schlenzer zum 11:7 setzen, bevor der gute Schiri eine in allen Belangen klasse Partie abpfiff und zur Federweißerparty einlud. Trotz des Spielergebnisses überzeugten die Gastgeber hier mit hervorragendem Federweißen, Zwiebelkuchen in verschiedenen Variationen und heimischen Bier bei sehr angenehmer Unterhaltung der beiden sympathischen Teams.

Zurück

Einen Kommentar schreiben