Im Gedenken an die Deportation der Sinti und Roma in Mainz
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(Mainz – John-Erik D.) Erinnern für die Zukunft
Am 16. Mai jährte sich die Deportation der Mainzer Sinti zum 86. Mal. Gemeinsam mit dem Verband Deutscher Sinti und Roma RLP, dem Haus des Erinnerns – für Demokratie und Akzeptanz Mainz und dem FC Ente Bagdad kamen zahlreiche Menschen zusammen, um den Opfern dieses Verbrechens zu gedenken. Nach einer feierlichen Kranzniederlegung setzten die Reden und Aktionen tiefe Impulse für unsere heutige Erinnerungskultur.
Ein starkes Zeichen der Solidarität: Neben den Organisatoren war auch die Mainzer Lokalpolitik sowie zahlreiche Organisationen und Initiativen aus den Bereichen Demokratieförderung, Antirassismus und Gedenkarbeit stark vertreten. Ihre Präsenz unterstreicht, dass das "Nie wieder" in Mainz eine gemeinsame, lebendige Verpflichtung ist.
- Silvio Georg berührte die Anwesenden tief: Er las aus einem Protokoll seines Großvaters, das die grausamen Details der damaligen Deportation greifbar machte.
- Ulrich Koch (Vizepolizeipräsident) setzte sich in seiner Rede kritisch mit der Rolle der Polizei auseinander – sowohl im Hinblick auf das historische Unrecht als auch mit Blick auf die Verantwortung der Polizei heute.
- Michael Hartmann referierte eindringlich zur Rolle der Stadt Mainz: Er beleuchtete kritisch die städtischen Aktivitäten der Vergangenheit und betonte die Pflichten für die Zukunft.
- Ata Delbasteh unterstrich nochmals die immense Wichtigkeit solcher Gedenkveranstaltungen, um die Erinnerungskultur lebendig zu halten und ein starkes Zeichen für die Zukunft zu setzen.
Besonders emotional wurde es bei der Verteilung und Ablage von 11 weißen Rosen. Jede Rose war mit der Adresse einer Mainzer Wohnung versehen, aus der damals Kinder mitten aus dem Leben gerissen und verschleppt wurden. Ein Symbol, das zeigt: Das Unrecht geschah mitten unter uns, in unserer Nachbarschaft.
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