Federweißer statt Oktoberfest-Bier

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(Mainz – Edgar L.) Anfang Oktober war es wieder soweit: der alljährliche "Federweißer-Kick" gegen die Jedermänner in Bodenheim. Coach John hatte ein offensivstarkes Team zur Verfügung: Samir, Nathan, Mario, David sowie seinen Sohn Lennard. Zusätzlich noch Habib von der Bank, der später müdewerdende Jedermänner mit seiner Geschwindigkeit und seinem Pressing unter Druck setzen sollte. "Der Plan war, variabel zu spielen und den freien Mann zu finden", so John.

Das Rezept ging auch auf. Die Jedermänner kannten Samir und doppelten ihn konsequent. Lennard war ihnen unbekannt und erhielt durch die Konzentration auf Samir mehr Freiheiten.

Diese Freiheiten nutzte er auch nach wenigen Minuten, als er links freigespielt wurde und seinen Schuss gekonnt ins lange Eck zur 1:0-Führung zirkelte. Auch aus der Distanz war er mit seiner Schusstechnik gefährlich und erzielte das 2:0. Nach seinem Treffer zum 3:0 nahmen die Jedermänner ihn ernst und doppelten ihn.

Im Angriff setzen die Jedermänner vor allem auf lange Bälle, um das spielstärkere Mittelfeld der Ente zu überspielen. Die Entenabwehr stand jedoch gut und fing diese Bälle zumeist ab. Als Samir in der Defensive der Jedermänner einen Querpass erahnte und abfing, gelangte er alleine vors gegnerische Tor und erziele das 4:0.

Um auch anderen Enten ausreichend Spielpraxis zu geben, wechselte John und nahm Lennard sowie Davide vom Platz. Die Jedermänner nutzten die dadurch entstandene Unordnung in den Reihen der Enten und kamen ihrerseits zu ihren ersten Möglichkeiten. Ein gefährlicher Weitschuss wurde durch einen Entenfuß gerade noch an die Latte abgefälscht. Der Abpraller landete bei einem Stürmer der Jedermänner, und so verkürzten sie auf 1:4. Anschließend nutzten sie den Schwung und erspielten sich ein Übergewicht. Mit der Halbzeit erzielten die Bodenheimer das 2:4 per direkt verwandelter Ecke.

Zur Halbzeit musste Mario aus terminlichen Gründen raus und wurde wieder durch Davide ersetzt. Auch Lennard kam zurück. "Wir konnten den Hebel jedoch nicht sofort wieder umlegen. Wir waren zwar feldüberlegen, aber auch die Jedermänner blieben durch Konter gefährlich", blickt John auf den Beginn der zweiten Hälfte zurück. Doch auf der Torlinie und im Enten-Strafraum war auf Reza Verlass, der die Bälle entweder festhielt oder zur Seite klären konnte.  

Als Habib seinen Gegenspieler durch seine Geschwindigkeit stehen ließ und der Innenverteidiger zu ihm aus dem Zentrum rausrücken musste, passte er im richtigen Moment zu Samir, der freistehend zum 5:2 verwandelte.  Nun war das Spiel entschieden und die Jedermänner wechselten durch.

Eine tolle Eckenvariante brachte das 6:2, indem Davide per Kopf auf den langen Pfosten verlängerte, wo Samir nur noch einnetzen musste. Die Jedermänner gaben jedoch nie auf und trafen kurz vor Schluss noch zum 3:6. Den Schlusspunkt setzte wiederum der über das komplette Spiel starke Samir zum 7:3.

Nach dem Spiel wurde in gewohnter, angenehmer Manier der Jedermänner gegrillt und der erste Federweißer des Jahres probiert. Wir wurden zu unserer Offensive beglückwünscht, und es wurde über einzelne Spielsituationen diskutiert. Einig waren wir uns, dass wir uns auf nächstes Jahr freuen.

Danke an alle Jedermänner für die überragende Gastfreundschaft!

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