Fachkonferenz Sport und Politik im Quartier

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FC Ente Bagdad als Inputgeber gefragt und beteiligt

(Frankfurt/Main – Edgar L.) Am 12.und 13. November hatte das Netzwerk Sport & Politik für Fairness, Respekt und Menschenwürde Vertreter von Sport und Politik nach Frankfurt am Main eingeladen. Ziel war es, miteinander Wege auszuarbeiten, wie der Zusammenhalt in der Gesellschaft gestärkt werden kann. Die angenehme Atmosphäre bei hervorragender Verpflegung förderte den offenen, konstruktiven Austausch untereinander und motivierte darüber hinaus auch, diesen Dialog nach der Fachkonferenz fortzuführen.

Am Morgen des 12. November besuchten die rund 50 Teilnehmer zunächst praxisorientiert eine Kindertagesstätte sowie eine öffentliche Parkanlage.

Die Kindertagesstätte legte dar, wie ihre haupt- und ehrenamtlichen Betreuer den gesellschaftlichen Zusammenhalt der Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren in einem Stadtteil fördern und welches die Stolpersteine sind. Durch offene und abwechslungsreiche Angebote in der Nachmittagsbetreuung wird auch Kindern aus finanzschwachen Familien die Teilhabe an Bewegung, Sport und Kultur ermöglicht. Die Angebote tragen den unterschiedlichen Bedürfnissen je nach Alter und Geschlecht Rechnung. Die Kinder erarbeiten unter professioneller Anleitung gemeinsam die Regeln für ihr soziales Miteinander in der Kindertagesstätte.

In der öffentlichen Parkanlage wurde erläutert, auf welche Art und Weise der Park für verschiedene Zielgruppen der Umgebung attraktiv gestaltet worden ist. So wurden beispielsweise ausreichend Bänke für Eltern und Senioren zum Beobachten ihrer spielenden Kinder und Enkelkinder aufgestellt. Eine Tischtennisplatte für jedermann, ein Streetballplatz für talentierte Basketballer, ein Wasserparcours für Kleinkinder, eine auch für Mädchen ausgelegte Rollerbahn, Freiflächen für Studenten und vieles mehr schaffen einen Begegnungsort, an dem sich Menschen unabhängig von Alter, Geschlecht, Geschicklichkeitsniveau, sozialen Kontakten oder finanziellen Möglichkeiten wohlfühlen können.

Am Nachmittag des selben Tages tauschte sich die Gruppe im großen Saal darüber aus, welche Aspekte Sportvereine und Politiker beachten sollen, wenn sie im Zusammenspiel miteinander den gesellschaftlichen Zusammenhalt fördern wollen. Wissenschaftler, Politiker und Vertreter des Sports hielten hier zunächst Vorträge. Anschließend wurde miteinander besprochen, wie die theoretischen Grundlagen aus diesen Vorträgen möglichst effizient und nachhaltig in der Praxis umzusetzen sind. Aufbauend auf diese Diskussionen bereiteten zum Tagesabschluss kleinere Gruppen Leitfragen für Workshops für den Folgetag vor.

Am Vormittag des 13. November fanden diese Workshops dann auch statt. Anhand der am Vortag vorbereiteten Leitfragen sowie unter Einbeziehung von praxisorientierten Erfahrungen wurden Empfehlungen ausgearbeitet, wie Sportvereine und Politiker als Team agierend für gesellschaftlichen Zusammenhalt sorgen können. Themenschwerpunkte waren u.a. die Förderung des Ehrenamtes, das notwendige Zusammenspiel zwischen Ehrenamt und Hauptamt, die Überwindung von Interessenskonflikten sowie die fachliche und zwischenmenschliche Zusammenarbeit in Netzwerken.

In jedem der Workshops wurden drei Empfehlungen für das Netzwerk Sport & Politik für Fairness, Respekt und Menschenwürde erarbeitet, welche dieses in seinen Kontakten mit den Entscheidern aus Politik und Sport aufnehmen will. Auf diese Art und Weise sollen die Weichen gestellt werden, bessere Rahmenbedingungen für den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu schaffen.

Nach Abschluss der einzelnen Workshops wurden die jeweiligen Empfehlungen noch in der gesamten Gruppe miteinander diskutiert. Die Ergebnisse waren vielfältig und entsprechend zahlreich.

So sollen u.a. realistische Anforderungen an das Ehrenamt und an Politiker gestellt werden, um Frustration und Überforderung zu vermeiden. Bürokratie soll bei Förderanträgen sinnvoll abgebaut werden, um Sportvereinen bei ihren Projekten keine unnötigen Steine in den Weg zu legen. Hauptamtliche „Kümmerer“ sollen verstärkt als Unterstützer für das Ehrenamt eingesetzt werden. Auf kommunaler Ebene sollen die Sportvereine bei Projekten wie etwa im Bereich Raumplanung frühzeitig mit einbezogen werden, um mit geballter Kompetenz praxistaugliche Lösungen auszuarbeiten. Meetings sollen außerhalb der Arbeitszeiten stattfinden, um auch berufstätigen Ehrenamtlern die Möglichkeit zur Teilnahme zu geben. Es soll auf Augenhöhe zwischen Sportvereinen und Politikern kommuniziert werden, um die Motivation zur Zusammenarbeit auf beiden Seiten zu stärken. Statt sich auf Eigeninteressen zu fokussieren, sollen das Gemeinwohl im Mittelpunkt stehen und Synergien geschaffen werden. Auch Minderheiten mit geringer Lobby sollen bei der Umsetzung von Projekten berücksichtigt werden.

Hehre Ziele, deren Umsetzung wir sowohl sachlich als auch zeitlich im Auge behalten werden.

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Kommentar von Alierve |

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