Enten gedenken der im Nationalsozialismus getöteten Roma und Sinti

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Veranstaltung an der Stele zur Erinnerung an die Deportation von Mainzer Sinti und Roma am 16. Mai 1940

(Mainz – Uli R.) Der 2. August ist der internationale Gedenktag für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma. Besonders erinnert dieser Tag aber auch an die Nacht vom 2. auf den 3. August 1944, in der mehr als 3.000 Menschen aus dem sogenannten „Zigeunerlager“ im Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau durch die SS ermordet wurden. Der Tag dient der Erinnerung und dem öffentlichen Bewusstsein für dieses dunkle Kapitel deutscher Geschichte.

Zu diesem Gedenken waren ca. 40 Menschen aus Mainz der Einladung des FC Ente Bagdad und des Regionalverbandes Rhein-Nahe der Sinti und Roma gefolgt, unter ihnen drei Zeitzeug*innen, die persönliche Erinnerungen und Dokumente an die NS-Zeit mitbrachten. Die Veranstaltung fand an der Stele zur Erinnerung an die Deportation von Mainzer Sinti und Roma am 16. Mai 1940 statt.

Im Rahmen der Erinnerungsfeierlichkeiten Michael Hartmann, Antiziganismus-Beauftragter des Landes Rheinland-Pfalz, Silvio Georg vom Regionalverband Deutscher Sinti und Roma sowie Uli Rüther von Ente Bagdad. In ihren Redebeiträgen erinnerten sie an die systematische Verfolgung der Sinti und Roma im Nationalsozialismus und betonten die Bedeutung des historischen Gedenkens.  

Im Anschluss an die Ansprachen legten die Teilnehmer*innen Kränze nieder und gedachten gemeinsam in einer stillen Zeremonie der Opfer. Die klare Botschaft war: Diskriminierung, Ausgrenzung und Verfolgung darf nie wieder passieren!

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