Ente Bagdad ./. Vitesse Mayence 1b 1:3

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Am Sonntag, dem 13. Januar, eröffneten die Enten das Jubiläumsjahr 2008 mit einem Spiel gegen die in der gleichen Arena beheimatete Mannschaft von Vitesse Mayence II. Der Gegner war mit einigen Spielern aus der ersten Mannschaft besetzt, während die Enten vor allem in der Abwehr durch Verletzungsausfälle ersatzgeschwächt antreten mussten. Bereits auf dem Papier ein deutliches Plus für die Vitess‘ler, die dann auch von Beginn an für mächtig Dampf sorgten und bereits in der ersten Minute zu einer Ecke kamen, die ihnen aber nichts einbrachte. Matthias H. war für den verletzten Matthias D. kurzfristig für eine Halbzeit eingesprungen. Der wie immer vorbildlich fightende Eric d.F. als auch der Turm in der Brandung Tobias und schließlich der bolivianische Trickser Victor hatten alle Verteidigungswatschelfüße voll zu tun, um dem Gegner Paroli zu bieten. Vor allem die brandgefährlichen Spieler mit der Nummer 10 ( Erik ) als auch die schwarze Perle Michael (11) sorgten ständig für Gefahr vor dem Entengehäuse. 

Bereits in der fünften Spielminute war es dann soweit, als eine Abwehrente über den Ball trat, Mikle sich blitzschnell drehte und sich mit dem Führungstreffer diagonal von rechts in das linke untere Eck bedankte, wobei der Ball den rechten Handschuh des Entenkeepers noch leicht touchierte. Die Enten ließen sich aber von diesem Rückstand nicht entmutigen. Konstantin erkämpfte sich keine fünf Minuten später auf der Gegenseite am Sechzehner den Ball, drehte sich und jagte eine Granate knapp über die Latte. 

Anschließend waren die Vitess‘ler wieder am Zug, bzw. machten es Konsi nach: Ein Schuss wie ein Strich, welcher sich als Flatterball entpuppte, den der Entenkeeper anstatt mit den Fäusten nur mit der Brust ins Feld zurück prallen lassen konnte. Erik, der Vitesse-Mittelstürmer, setzte sofort nach, brauchte am geschlagenen Entenkeeper vorbei nur noch einzuschieben, brachte es allerdings fertig, die Kugel aus sechs Metern Entfernung über das Tor zu jagen. Aber auch die Enten hatten hochkarätige Chancen. Angelo wurde im Halbfeld gefoult und Werner, berühmt für seine Treffer aus Standardsituationen, führte den Freistoß aus. Er zog mit der linken Klebe ab, und nur der Pfosten des Vitesse Gehäuses verhinderte den bis dahin verdienten Ausgleich. 

Dieser lag nun deutlich in der Luft. Christian bekam den nächsten Freistoß des sehr souverän agierenden Schiris Wurzel zugesprochen. Sein Hammer wäre wohl im Vitesse-Gehäuse eingeschlagen, wenn nicht noch ein Abwehrkopf dazwischen gewesen wäre, welcher den Ball ins Seitenaus beförderte. Aber auch der Gegner blieb weiterhin gefährlich. Mikle kam im Sechzehner ungehindert an den Ball, konnte aber nicht platziert abschließen, so dass sich der Entenkeeper nicht vor unlösbare Probleme gestellt sah. 

Die Enten spielten Konterfußball, welcher von den Vitess‘lern immer wieder durch taktische Fouls unterbunden wurde, was bei den Enten mit der Zeit Unmut hervor rief. Zu Nickligkeiten kam es auf beiden Seiten, welche der sehr gut agierende Schiedsrichter Wurzel aber zu jeder Zeit souverän unter Kontrolle zu halten wusste. 

Und wieder war es Werner mit einem Freistoß halblinks, den er erneut auf den linken Pfosten zirkelte, die Vitesseabwehr ließ passieren und Angelo hätte nur ein zu schieben brauchen, scheiterte aber wie zuvor schon Werner am Pfosten. Der Ausgleich war lange überfällig, aber die Enten hatten an diesem Tage keine Fortune. Konsi passte rechts außen zentral in die Mitte und Bernd Bomber jagte den Ball anstatt ins leere Tor über die Latte. Kurz vor der Pause hätten die Gastgeber dann ihre Führung ausbauen können. Der schnelle Zehner Erik hatte sich am Sechzehner die Kugel erobert, wollte platziert in den oberen rechten Winkel einlochen, aber Richard stand gut und konnte so eine vorzeitige Entscheidung verhindern. 

Anschließend pfiff Schiri Wurzel zur Pause, aus welcher beide Teams sehr gut zurück kamen, soll heißen : Das Spiel blieb spannend. Wie bereits zu Beginn der ersten Hälfte drückten nun wieder die Gastgeber, es folgte Ecke auf Ecke, und die Abwehr einschließlich des Keepers hatte in diesem Abschnitt alle Hände und Füße voll zu tun, um einen höheren Rückstand zu vermeiden. 

In der 60. Minute war es aber dann soweit: Mikle kam am Sechzehner an den Ball, der Entenkeeper erwartete einen Schuss. Aber Mikle machte sich den Spaß, durch den Strafraum zu „tanzen“ und aus kurzer Distanz am Keeper vorbei einzulochen, wobei Kalli auf der Linie zwei Zentimeter zur Rettung fehlten. Aber auch ein 2:0 konnte die Enten nicht wirklich schocken. Mittlerweile war Simon, eine Enten-Nachwuchs-Entdeckung, auf dem Platz und wirbelte die Vitesse-Abwehr gehörig durcheinander. 

In der 70. Minute schlug Richard auf den am Mittelkreis stehenden Konsi ab, der verlängerte halbrechts auf Simon, dieser lief zentral und ließ dem Vitesse-Keeper mit einem satten Linksschuss ins linke untere Eck zum 2:1 Anschlusstreffer keine Chance. Die Enten wollten nun mehr, der Ausgleich war möglich. Simon fightete im Entensturm, und der Vitess'ler Erik sah keine andere Möglichkeit, als dem Neuner in der Abwehr zuzurufen, Simon „umzuhauen“, was dieser dann auch tat. Ein klarer Platzverweis, den Schiri Wurzel in dieser Szene allerdings noch nicht aussprach. An Stelle des verdienten Ausgleichs für die Enten gelang den Vitess'lern dann in der 80. Minute das 3:1, als der Fünfer Sascha am Sechzehner halbrechts an den Ball kam und diesen unhaltbar ins obere rechte Tordreieck einschweißte.

Das Spiel war nun gelaufen. Kurz vor Schluss gab es allerdings noch eine unrühmliche Szene, bei welcher es zu Tätlichkeiten zwischen den beiden an diesem Tag übermotivierten Spielern Erik und Konstantin kam. Schiri Wurzel machte kurzen Prozess und schickte beide „Hitzköpfe“ vom Platz.

Für die Enten spielten:  Werner, Richard, Christian, Eric der Franzose, Tobias, Konstantin, Matthias H., Angelo, Kalli, Victor, Simon, Imad und Bernd Bomber.

 

Nachtrag von Vitesse Mayence

„Ein schöner Bericht. Aber eigentlich hatten wir nur einen Spieler (Patrick, 9) aus der ersten Mannschaft dabei. Dennoch: Gutes Spiel von uns und euch! Einige unfaire Aktionen, besonders von uns, hätten wirklich nicht sein müssen. Aber vielleicht war‘s teilweise nur die genannte Übermotivation.“

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