Ente Bagdad ./. Vitesse II 3:8

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Nein, unser 3:8 war nicht der Halbzeitstand eines spannenden Handballspiels, sondern tatsächlich der Endstand unseres Rückspiels gegen die zweite Garnitur von Vitesse! Aber auch ein 5:7, 6:9, 4:6, 3:5 oder so wäre aufgrund des „Tags der offenen Abwehr“ – übrigens auf beiden Seiten – locker möglich gewesen. 

Direkt von Beginn an machte unsere Abwehr der mittäglichen Schoppenzeit alle Ehre und ließ quasi ohne Gegenwehr in kollektivem Tiefschlaf die ersten beiden Vitesse-Treffer zu, wobei man Gerwin hier entschuldigen muss, beamte er sich doch quasi im Kaltstart direkt aus dem Auto gerade noch rechtzeitig zum Anpfiff in den Kasten. Anscheinend ist die Mittagszeit ohnehin keine Entenzeit! Durch den kühlen Gegenwind und die Einwechslung unserer Jungente Philipp endlich aufgeweckt, fingen die Enten nach zehn Minuten dann doch endlich an, Fußball zu spielen: Das Bällchen lief jetzt, das Mittelfeld wurde schnell überbrückt und die schnellen Spitzen Kons und Matthias W. direkt und geschickt steil geschickt.

Mit Erfolg. Binnen kürzester Zeit hatten sich die Enten durch sehenswerte Treffer von Kons und Matthias W. aus dem 0:2 ein 2:2 erspielt. Aber anscheinend war die kurze Aufholjagd für die Enten entweder zu kräfteraubend oder zu euphorisierend oder auch beides, denn prompt wurde in der Rückwärtsbewegung geschlampt und wiederum die Abwehr sträflich vernachlässigt. Ergebnis: Ein erneuter 2:4 Rückstand, mit dem es auch zum nicht ganz wohlverdienten Pausentee ging. 

Dennoch musste die Bilanz der ersten Hälfte angesichts der bevorstehenden zweiten Hälfte dann doch im Nachhinein als insgesamt sehr positiv gesehen werden. Denn bis auf die jeweils „zweimal zehn Minuten Aussetzer“ war das Entenspiel gut strukturiert, die Positionen wurden gehalten und der Zug nach vorne war deutlich spürbar. Mustapha lieferte ein großes Spiel im Mittelfeld, war überall zu finden und spielte blitzsaubere Pässe. Kons, Matthias und Philipp versetzten mit ihrer Dynamik die auch nicht immer sattelfeste und etwas schwerfällige Vitesse-Abwehr ein ums andere Mal. 

Hätte doch nur unsere Abwehr einen besseren Tag erwischt!

Außer dem dritten Tor von Kons und noch einiger weniger Enten-Chancen war die zweite Halbzeit aus Entensicht kaum der Rede wert, da man zerfahren, struktur- und spielkulturlos und somit ohne echte Siegchance vor sich hin kickte. Vitesse II konnte nun nahezu unbedrängt ihr Kombinationsspiel aufziehen und kam fast nach Belieben zu Torchancen, was sich dann letztlich auch im verdienten Endstand von 3:8 aus Entensicht ausdrückte.

Fazit: Gute erste Hälfte mit dynamischem Offensivspiel, aber auch mit zu vielen Aussetzern, und (auch dauerwechselbedingte) strukturlose und abzuhakende zweite Spielhälfte, in der wir chancenlos waren. Wir wissen also, was wir nächsten Samstag in Strasbourg zu tun haben!

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