Ente Bagdad ./. TSV 1817 AH 3:7

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Foto der beiden Mannschaften vor dem Anpfiff

Man merkte deutlich, dass nur zwei oder drei Enten-Spieler jemals eine spielerische und taktische Ausbildung genossen hatten. Heraus kommt – trotz anders geplanter Taktik von Werner – bei praktisch jedem Angriff ein Überzahlspiel des Gegners, das auch die an diesem Spieltag sehr gut besetzte Abwehrreihe leider nicht immer ausgleichen konnte. Kurz: Die 17er spielten sich nach Belieben mit einfachen Pässen bis in unseren Sechzehner.

Der im Jahre 2009 ungeschlagene FC Ente Bagdad forderte am Samstag, dem 14.03.2009, das stärkste AH Team im Rhein-Main-Gebiet, nämlich die MTV 1817 AH, zum Duell in der Enten-Arena. Die Entenführung brachte hierzu ein Spitzenteam auf den Platz. 

Zunächst begann jedoch der Gast von der Pariser Straße druckvoll. Bereits nach fünf Minuten erwischte deren Sturm Richard auf dem falschen Fuß, jedoch konnte dieser per Fußabwehr klären und Stefan S. brachte den Ball endgültig aus der Gefahrenzone. Die Enten konnten sich schon in den ersten Spielminuten vom Druck der Gäste befreien, und nach hervorragendem Pass von Matthias W. auf Konstantin überlief letzterer über halb rechts im Slalom zwei 17er und schlenzte den Ball diagonal am Keeper vorbei in das untere linke Eck zur 1:0 Führung. 

In der Folge waren die Enten dem 2:0 näher als die Gäste dem Ausgleich. Chancen waren dazu vorhanden, aber der Entensturm machte immer wieder eine Kurve zu viel, während der Gegner zielstrebig das Entengehäuse im Visier hatte. Mit zunehmender Spielzeit machte sich dann bemerkbar, dass die 17er im Gegensatz zu den Enten allesamt in höheren Spielklassen bis hinauf in die erste Liga zu Hause waren und zudem ein geringeres Durchschnittsalter aufwiesen. So kam, was kommen musste: Ein scharf und flach von rechts in den Sechzehner hereingeschlagener Ball wurde von Richard aufgrund des geschickt störenden 17er-Spielers Hönnscheidt verpasst und am zweiten Pfosten über die Linie zum 1:1 Ausgleich geschoben. 

Die gegnerische Mannschaft war nun endgültig im Spiel. Keine zwei Minuten später legte sie im Enten-Sechzehner ihrem Mittelstürmer zentral auf und der donnerte die Kugel zur 1:2 Gästeführung unhaltbar in die Maschen. Die Enten waren verwirrt, die Hoffnung, diesen starken Gegner mit einem Spitzenaufgebot zu schlagen, schwand von Minute zu Minute. 

Matthias H. schlug einen Abstoß dem am Sechzehner lauernden Hönnscheidt direkt vor die Füße. Dieser bedankte sich mit sattem Flachschuss ins kurze untere Eck, wobei Richard mit der langen Ecke gerechnet hatte, zum 1:3. Nun brachen alle Entendämme, Tobias konnte den schnellen Linksaußen nicht halten, dieser flankte von der Grundlinie aus in die Mitte und es stand 1:4. 

Im Gegenzug hatte dann Konstantin aus der gleichen Position wie beim 1:0 die Riesenchance zum Anschlusstreffer, aber der Gästekeeper zeigte seine Qualitäten und drehte den Ball noch um den Pfosten. Der souveräne Schiedsrichter Frank Pfeifer, welcher in einer fairen Partie wenig zu pfeifen hatte, bat anschließend zur Pause.

In der zweiten Hälfte tasteten sich beide Teams erneut ab, die Enten bekamen einen Freistoß in aussichtsreicher Position zugesprochen und Werner blieb mit seinem fulminanten Schuss in der 17er Mauer hängen. Die Enten drückten auf den Anschlusstreffer, aber da war wie gesagt der eine Schlenzer zuviel, der Gegner konterte geschickt und Hönnscheidt drückte den Ball zum 1:5 über die Linie. 

Direkt im Anschluss daran das sechste Gästetor, an welches Richard beinahe noch herangekommen wäre, aber der platzierte Schuss aus 16 Metern schlug vom Innenpfosten in das Entengehäuse ein. Kurz darauf egalisierte Matthias H. seinen Fehler aus der ersten Hälfte, indem ihm per Linksschuss der 2:6 Anschlusstreffer gelang. Ein Novum des genialen Verteidigers, welcher sehr selten Tore erzielt. 

Die Hoffnung auf eine weitere Ergebniskosmetik währte jedoch nur kurz. Der völlig freistehende 17er Mittelstürmer konnte aus kurzer Distanz unbedrängt zum 2:7 einschieben. Den Schlusspunkt des Torreigens setzte dann allerdings der Mann, der niemals aufgibt. Matthias W. nutzte eine Unsicherheit zwischen dem weit aus seinem Gehäuse aufgerückten 17er Keeper und seinem Verteidiger, spritzte dazwischen und überlupfte den Keeper zum 3:7. Einen weiteren Treffer von Matthias W. gegen die nun müde werdenden 17er erkannte der in der zweiten Hälfte leitende Tobias M. wegen Abseitsstellung nicht an und pfiff die Partie kurz darauf ab.

Für die Enten spielten: Christian H., Christian L., Dirk, Frank, Kalli, Konstantin, Matthias D., Matthias H., Matthias W., Richard, Ronald, Stefan S., Tobias, Victor und Werner.

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