Ente Bagdad trauert um Lothar „Lobhan“ Wey

(Kommentare: 13)

(Mainz – eig. Bericht) Unser Freund und Mitspieler Lobhan ist am Freitag, dem 22. Januar, verstorben. Er hatte bereits seit einigen Jahren Krebs, der ihn letztendlich auch besiegte.

Seinen Spitznamen „Lobhan“ hat er nie gemocht; er klebte aber schon seit Schulzeiten an ihm, nachdem ein Klassenkamerad die mütterliche Handschrift auf einer Entschuldigung solchermaßen entziffert hatte. Lobhan war eine Ur-Ente, die kurz nach der Gründung des FC Ente Bagdad zu der Mannschaft gestoßen war. Gemeinsam mit dem Maître de la Toile stand er über mehr als zwei Jahrzehnte in der meist unüberwindbaren Innenverteidigung.

Unvergessen sind die vielen Jahre, in denen der Maître Samstag für Samstag mit frischen Brötchen bei ihm aufkreuzte, um ihn nach einem gemeinsamen Frühstück zum Entenkick zu nötigen. Unvergessen auch die Skatabende im „Caliburn“ im Mainzer Kirschgarten mit weiteren Enten. Wie wir nach durchzechter Nacht am nächsten Tag noch ein halbwegs ordentliches Fußballspiel abliefern konnten ist heute nicht mehr nachvollziehbar.

Ende der 1990er Jahre zog Lobhan sich aus dem Aktivenbereich zurück und widmete sich der Fußballerkarriere seines Sohnes, der heute bei den Enten spielt. Seinen letzten öffentlichen Auftritt hatte Lobhan bei Toyahs und Bilals Hochzeit im März 2020. Einmal wurde er danach noch im R-Block bei einem Heimspiel von Mainz 05 gesichtet.

Unsere Gedanken sind bei Wiebke und Henrik. Wir wünschen ihnen von ganzem Herzen die notwendige Kraft, trotz des schmerzlichen Verlustes zuversichtlich und nicht hoffnungslos in die Zukunft zu blicken.

You’ll never watschel alone

FC Ente Bagdad

 

Nachtrag vom Donnerstag, dem 28. Januar:

Um 13 Uhr fand heute die Trauerfeier für Lobhan statt.

Vor einer zahlenmäßig streng begrenzten Trauergemeinde hielt Frank M., der mit Lobhan 30 Jahre lang zusammengearbeitet hatte und befreundet gewesen war, eine sehr schöne und bewegende Rede. Es war eine emotionale Energieleistung, mit der er uns Einblicke in Lobhans Arbeitsleben sowie dessen spärliche Berichte aus seinem Privatleben gab. Neben der Familie, der Musik und Mainz 05 kamen darin auch die Enten immer wieder vor. Zwar hatte sich Lobhan schon vor gut zwanzig Jahren aus dem aktiven Entenkosmos zurückgezogen, in seinem Herzen nahm dieser allerdings weiterhin einen großen Platz ein.

Wir danken Frank für diesen wunderbaren Rückblick aus seiner ganz eigenen Perspektive, und auch dafür, dass er trotz immer wieder versagender Stimme bis zum Ende durchgehalten hat.

Mit „Fearless“ von den Neville Brothers und „Horizont“ von Udo Lindenberg erklangen abschließend noch zwei Lieder, die Lobhan zuletzt häufig mit Wiebke und Henrik zusammen gehört hatte.

Die Familie bedankte sich auch explizit für das virtuelle Kondolenzbuch, zu dem dieser Artikel geworden ist. Deshalb unser Nachtrag darin:

In stillem Gedenken an unseren Freund und Sportkameraden Lobhan.

Du lässt viele hier zurück, findest aber auch schon Enten dort, wo du hin gehst.

You’ll never watschel alone!

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Kommentar von Kim |

Mein aufrichtiges Beileid an Familie und Freunde von Lothar!

Kommentar von Werner Pilsner |

Auch von mir mein herzlichstes Beileid. Er ist viel zu früh gegangen :-(

Kommentar von Hanstheo Ahr |

Das macht mich sehr traurig. Mein herzlichstes Beileid an Wiebke und Henrik.

Kommentar von Berndbomber |

coole Socke... herzliches Beileid... RIP!

Kommentar von Labusek L. |

Aufrichtiges Beileid an Wiebke und Henrik. Habe mit Lothar mehrere Jahre schöne Samstage verbracht. Es bleiben Gute Erinnerungen an Ihm.

Kommentar von Lothar Glöckner |

Das ist traurig. Mein aufrichtiges Beileid an seine Familie.
Nach Jens eine weitere Ur-Ente die viel zu früh gehen musste.

Kommentar von Ronald |

Es ist schwierig die richtigen Worte zu finden. Wenn ich an Lobhan denke, denke ich unmittelbar an die wilden Anfangsjahre der Enten. Wir waren eine bunte, lebensbejahende Truppe von Individualisten. Lobhan passte zu uns wie Ron Wood zu den Stones. Er war im Gegensatz zu vielen anderen Enten ein außergewöhnlich guter Kicker und hielt gemeinsam mit Stefan (le Maitre) zwanzig Jahre lang, die häufig vogelwilde Enten-Abwehr zusammen. Mit Lobhan verbinde ich aber auch die Musik der 70iger (Who, Led Zeppelin etc.) sowie lange Nächte im Terminus und Orfeo. Gelegentlich mussten wir dann Lobhan mittags wecken, damit er rechtzeitig zum Anpfiff des Spiels dabei war. In den 90iger Jahren hängte Lothar seine Fußballschuhe an den Nagel und kümmerte sich ab dann konsequent um seine Frau Wibke und die Fußballkarriere seines Sohns Henrik. Eine kluge, weitsichtige Entscheidung, Henrik spielt nun seit geraumer Zeit bei den Enten. Sein Talent, aber auch sein Charakter erinnern stark an Lothar.
Ein letztes Mal konnte ich Lothar, der ein paar Reihen vor uns mit Wibke saß, beim einzigen und letzten Spiel der 05er mit Zuschauern während der Coronazeit, zuwinken.

Es erfüllt mich mit tiefer Trauer, dass Lothar nun von uns gegangen ist. Gleichzeitig tröstet es mich zu wissen, dass auf Lothar, mit Jens und Enten-Holger, sehr gute Freunde im Himmel auf ihn warten.

You´ll never watschel alone

Du wirst immer in unserer Erinnerung und unseren Herzen weiterleben.

Dein Freund Ronald

Kommentar von Hans |

Auch mich stimmt es total traurig. Ich war recht früh zu den Enten gestoßen und hatte eine sehr schöne Zeit mit ihnen. Lothar hatte ich vor rund 40 Jahren kennengelernt und mochte ihn sehr

Kommentar von Zeynel |

Das ist eine sehr traurige Nachricht. Mein herzlichstes Beileid an seine Familie. :-(
Werde die Zeit in denen wir gemeinsam gekickt haben und auch die gelegentlichen Treffen bei den Spielen der 05er für immer in guter Erinnerung behalten. RIP lieber Lobhan.

Kommentar von Victor |

Das ist sehr traurig, er war ein guter Fußballer! Wir zünden eine Kerze für ihn an.

Kommentar von Wolfram |

Liebe Wiebke, lieber Henrik, ich bin sehr traurig über Lothars Tod. Ich habe ihn immer als so lebensbejahenden und optimistischen Menschen in Erinnerung. In den Zeiten als wir noch zusammen Fussball gespielt haben (Oh Gott, lang ist das her - liegt auch an meinen malträtierten Knien) haben wir uns in unserem Ehrgeiz immer hochgepuscht. Ich habe mich immer gefreut, wenn ich ihn getroffen habe, obwohl wir uns ja nicht so oft gesehen haben. Und auch wenn wir uns nicht so oft gesehen haben, kann ich sagen, dass er mir fehlt. Manche Menschen fehlen mir einfach, wenn sie gegangen sind. Lothar ist so einer. Ich wünsche euch viel Kraft und mein tiefstes Beileid, Wolfram

Kommentar von Ralf Schuhmann |

Es ist sehr traurig, dass Lothar so früh von uns gegangen ist, ich erinnere mich noch gut an ihn. Ehren wir ihn mit unserer Erinnerung.

Kommentar von Frank |

Das ist sehr traurig. Habe Lothar sehr lange nicht gesehen. Zu meiner "aktiven Zeit" auf dem Ascheplatz habe ich ihn als fairen, liebenswerten und verlässlichen Menschen / Mitspieler kennen gelernt, sodass ich mit ihm immer meine ersten Erinnerungen an Fussball beim FC-Ente Bagdad verbinde. Alles Gute und Liebe an seine Familie, mein herzliches Beileid. Frank