Ente Bagdad ./. Suzuki 7:3

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Top-Enten schicken Germany‘s Next Top Model-Sponsor Team ohne Heidi Klum im Suzuki nach Hause

Top-Enten schicken Germany‘s Next Top Model-Sponsor Team ohne Heidi Klum im Suzuki nach Hause

Die SUZUKI MOTOR CORPORATION (SMC) hat ihren Sitz im japanischen Hamamatsu. Das Unternehmen ist in vier Sparten gegliedert: Automobil, Motorrad, Marine, Fußball. Neben Klein- und Kompaktwagen, Allradfahrzeugen, SUVs und Transportern umfasst die Produktpalette Motorräder, Motorroller, Mopeds, Außenbordmotoren, Mehrzweckgeneratoren, Motorwasserpumpen, Germany‘s Next Top Models und eben auch besagtes Fußball-Team, gegen welches die Enten am 11. Juni als Premiere in einem „Heim/Auswärtsspiel“ auf dem flauschig-neuen Kunstrasen der Bretzenheimer Bezirkssportanlage antraten. 

Für Suzuki sind 51.503 Mitarbeiter weltweit tätig, davon 350 im Hauptsitz Deutschland in Bensheim an der Bergstraße*). Und genau diese gefühlten 350 Suzuki-Mitarbeiter fanden dann nebst Kind und Kegel trotz adressentechnischer Fehlleitung (Vereinsheim statt Sportplatz) dann doch noch den Weg an die Spielstätte – und dies immer noch pünktlicher als das Gros des Ententrosses! 

Nach beeindruckend professionellem Warm-Up der ganz in Rot gekleideten Suzuki-Gäste, im Gegensatz zum wie immer unkoordiniert individuellen Enten-Aufwärmen (wenn überhaupt) ging es dann endlich sportlich los: Unter der bis auf ein ungeahndetes Handspiel von Stefan M. fehlerfreien Egide unseres leider verletzten Maître de la Toile entwickelte sich von Anfang an ein munteres Spielchen, bei dem insbesondere die Enten Simon, Philipp, Ralf und Matthias W. ihren Gegenspielern Swift, Vitara, Alto und Jimny in punkto „Motorik und Beschleunigung“ klar überlegen waren. Leider wurden die besten Chancen leichtfertig vergeben, wie immer nach dem Motto: „Warum einfach, wenn es auch kompliziert geht“. Nach 25 Minuten holte Simon den Hammer raus und nagelte endlich den perfekt aufgepumpten Jabulani unhaltbar von links aus 20 Metern ins rechte obere „Kreuzeck“, wie die Österreicher den Winkel nennen. 

Dadurch war dann der Bann gebrochen. Zwei weitere blitzsauber herausgespielte Tore durch Philipp und wieder Simon ließen die Enten auf 3:0 erhöhen. Damit schien der Drops gelutscht, das Sushi gegessen, der Fuji bestiegen... Denkste!!! Völlig unerwartet zündeten unsere japanischen Autofreunde von der Bergstraße noch mal den Turbo, den es eigentlich in der Suzuki-Modellpalette gar nicht gibt (?), nutzten ihre große Anzahl an jungen Auswechselspielern und kamen urplötzlich zu zwei Treffern, die dann vor dem Halbzeitpfiff aus dem 3:2 sogar fast noch ein 3:3 gemacht hätten. 

Aber der Suzuki hatte die Rechnung ohne Simon gemacht, der „völlig aufgedreht“ einen Slalomparcours nach dem anderen durch die Gästeabwehr absolvierte, noch zwei Tore schoss und unserem zweiten Matchwinner, der geräuschlosen „Tesla Tormaschine“ Matthias W. auch zwei weitere „Kisten“ auflegte. Am Ende stand also ein gerechter und fairer 7:3 Enten Sieg, über den bei Bier und Wasser mit dem Gegner noch lange am Spielfeldrand diskutiert wurde. Nur auf die Top Models warten wir noch immer.

Für die Enten zauberten und siegten: Carlos, Eric der Franzose, Mokka, Marc, „Birgit“ Matthias D., Matthias W., Philipp, Ralf, Ronald, Stefan Z., Stephan M., Victor, Simon, Werner und Oktay.

*) Quelle: SUZUKI (redaktionell angepasst)

 

Auf Anregung des Coaches ist aus Sicht des Schiedsrichters Folgendes anzumerken:

Das ist ein Scheiß-Job, bei dem man es niemandem Recht machen kann! Insbesondere ein Spieler maulte quasi von der ersten bis zur letzten Spielminute an den Entscheidungen rum und bedachte die „Pfeife in Schwarz“ mit nicht zitatfähigen Attributen. Als sich nach dem Abpfiff die Mütchen gekühlt und das eine oder andere lauwarme Jever getrunken waren gab es relativierende Worte – alles also halb so schlimm.

Nun zum Spiel: Im Verlaufe der Partie hatte der Unparteiische weite Räume des Spielfeldes für sich allein und hätte hier sowohl Fläche als auch Zeit gehabt, einen Campingplatz einzurichten. Beide Mannschaften waren dort zeitweise gar nicht präsent und ballerten lieber das Spielgerät mittelfeldüberbrückend nach vorn oder zurück. Dabei kam den Entenspielern die stringENTE Interpretation ihrer jeweiligen Position zugute: Bis auf wenige Ausnahmen schaltete sich die Defensive nicht in die Offensive ein – und umgekehrt. Oder anders ausgedrückt: Gerannt wurde immer nur in eine Richtung, nämlich die Defensivspieler nach hinten und die Offensivspieler nach vorn. Die Gegenrichtung wurde jeweils kräfteschonend im Watschelgang eingeschlagen.

Durch gefälliges Passspiel und ruhigen Spielaufbau, gerade bei Abschlägen aus der Hand durch den Torwart, könnte man sich nicht nur ein optisches Übergewicht verschaffen, sondern auch energiesparendere Angriffsaktionen starten. Der Kick-and-Rush-Stil ist nicht mehr so ganz altersgemäß.

Auffallend waren wieder einmal Philipp und Simon, die quasi im Alleingang die Suzuki-Abwehr schwindelig spielten. Dabei kamen ein paar sehr schöne Spielszenen heraus, und sogar das eine oder andere Tor fiel, obwohl die beiden ihre Mitspieler nicht immer mit einbezogen. Letztere wiederum revanchierten sich bei Ballbesitz ebenfalls mit Einzelaktionen.

Den Ausfall der kompletten etatmäßigen Innenverteidigung glichen die Enten gut aus. Zwar waren insbesondere die Ecken der „Japaner“ wegen Stellungsfehlern und mangelnder Zuordnung der Entenabwehr immer wieder gefährlich; außer bei Standards ergaben sich aber kaum Gelegenheiten für den Gegner. Mokka kompensierte den verletzungsbedingten Teilausfall von „Birgit“ (aka Matthias D.) in der zweiten Spielhälfte, der wegen seiner Oberschenkelzerrung nur noch einbeinig spielen konnte, durch sehr gutes Stellungsspiel und robusten Einsatz von Körper und -gewicht.

Nachdem das Suzuki-Team gegen Ende der ersten und zu Beginn der zweiten Halbzeit den 3:0-Rückstand binnen kürzester Zeit aufgeholt hatte, sah es zunächst nach einem haushohen Sieg für die Gäste aus, denn in dieser Phase kam von den Enten nur noch sehr wenig. Sie waren dann allerdings doch in der Lage, die Überlegenheit der ersten halben Stunde auch in den letzten 30 Minuten zu zeigen und siegten vielleicht zwei Tore zu hoch aber verdient.

Des Schiris Fazit: Das Spielfeld besteht nicht nur aus einem zehn Meter breiten Korridor in der Mitte und jede Mannschaft hat elf Spieler. Beides kann man durchaus zum eigenen Vorteil nutzen.

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