Ente Bagdad ./. Jedermänner Bodenheim 3:2
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„Hui-Pfui-Enten“ zittern sich zu 3:2-Sieg gegen verjüngte Jedermänner
Erste Halbzeit „Hui“ – zweite Halbzeit „Pfui“: So könnte man in Kurzform den Gesamtauftritt der Enten im Heimspiel gegen die runderneuerten, aber nicht minder sympathischen „Jederjungs“ zusammenfassen. Unterschiedlicher können zwei Spielhälften kaum sein.
Janus – übrigens kein schwedischer Fußballer oder dubioser Spielervermittler – sondern der römische Gott des Anfangs und des Endes, des Eingangs und des Ausgangs, der Türen und der Tore, mit seinen für das Positive und Negative stehenden zwei Köpfen, hätte an diesem Tag eigentlich ein Ententrikot tragen müssen. Römisch antik zeigte sich nämlich in Hälfte zwei das Entenmittelfeld, als sich die als sprint- und laufstark bekannten (!) Entenveteranen Victor und Werner anstatt der „Lame Ducks“ Simon, Matthias D. und Carlos alleine in der Schaltzentrale wiederfanden: Eine der logischen Erklärungen für die zweite Zitterhälfte. Aber dazu später!
Angefangen hatte alles nahezu perfekt: Die Körpersprache der Enten beim Einmarsch war – bedingt durch die letzten großen Erfolge – gespannt wie ein buddhistischer Zenbogen. Enten-Ersatz-Taktik-Coach Werner, ebenso bestärkt durch die jüngst doch recht gelungenen taktischen Maßnahmen, gab dem Ententeam in seiner kurzen Mannschaftsansprache direkt vor Spielbeginn einige wenige einprägsame Tipps: Ruhig spielen, einfache Bälle, die gesamte Spielfläche nutzen, Seitenwechsel über das Mittelfeld, alle ins Passspiel integrieren. Und, oh Wunder: Diese wurden direkt nach Anpfiff unseres wie immer souveränen Heim-Schiris Wurzel selbst zum Erstaunen Werners perfekt und direkt umgesetzt.
Von Beginn an ließen die Enten den Ball unaufgeregt in den eigenen Reihen zirkulieren, wobei sich diesmal besonders die Abwehr mit Ronald, Victor, Stefan S., Michael K., Eric und Christian D. durch einen abgeklärten Spielaufbau hervortat. Ein besonderes Lob gilt bei seiner Torhüterpremiere Jan, der als einer der wenigen über die gesamte Spielzeit größte Souveränität ausstrahlte und neben „Tormaschine“ Christoph mit seinen drei Treffern der wichtigste Garant für den Entensieg war. Darüber hinaus griff die neue taktische Maßnahme, Matthias D. auf eine Doppelsechs zu setzten, spielte er dort doch seine Physis aus, die dieses Mal auch mit seiner Passgenauigkeit mithielt. Carlos, die andere Sechs, stand dem in nichts nach, so dass die sehr lauf- und kampfstarken „Jederjungs“ trotz optischer Überlegenheit keinen echten Zugriff auf das Spiel bekamen und die Enten das Spiel in der Hand hatten.
Was Effizienz bedeutet, zeigte in dieser ersten Hälfte dann die vordere Entenreihe mit Simon, Sandro, Kalli, Werner und Christoph, die den Gegner mit technisch feinen One-touch-Passagen und Positionswechseln verwirrte und sich mit drei wunderschönen Toren belohnte. Das erste fiel nach der ersten und übrigens auch einzigen Enten-Ecke durch einen „Christophschen Kopfstreichler“. Das zweite „Chris-Tor“ entsprang ebenfalls einer schönen, schnellen Enten-Kombination. Die absolute Krönung war dann allerdings der dritte Treffer, der sicherlich in jeder Wahl des Tores des Monats zu den Favoriten gezählt hätte. Nach gefühlten zehn direkten, schnellen Ballpassagen, mit integrierten technisch hochwertigen Hacke-Spitze-Elementen, zirkelte Christoph den Ball gefühlvoll zum 3:0 Pausenstand in die Jedermaschen.
Das war’s dann aber auch mit der Herrlichkeit. Die zweite Hälfte war dann ob der bereits erwähnten Ausfälle nur noch eine einzige, wenig ansehnliche Zitterpartie. Dennoch kämpfte das Ententeam trotz radikal nachlassender spielerischer und körperlicher Mittel sowie ausbleibender Torchancen bis zur letzen Minute. Und ebenso, wie der Schreiber dieser Zeilen endlich das Ende seines Spielberichts wünscht, sehnten sich alle Enten und Anhang nach dem Schlusspfiff: Uff – geschafft! 3:2 Sieg.
Für die Enten spielten: Jan, Ronald, Victor, Stefan S., Michael K., Eric, Christian D., Matthias D., Carlos, Simon, Kalli, Sandro, Werner und Christoph.
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