Ente Bagdad ./. Jedermänner 0:4

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„Hühner-TikiTaka” in der Entenarena

Taktik-Coach Werner hatte wohl schon eine gewisse Vorahnung, als er bei seiner Teambesprechung kurz vor Spielbeginn in die fragend-staunenden Gesichter der Enten blickte: „Mit Ruhe spielen”, „der Ball muss laufen”, „einfache Bälle”, „den nächsten Mitspieler suchen”, „nicht nur immer nach vorne spielen”, „Seiten wechseln mit 1-2 Zwischenstationen über die Mitte”, „Angriffe auch mal abbrechen und hintenrum wieder neu aufbauen”…

Die technisch-taktisch völlig überforderte Entenschar setzte dann auch Werners Taktikanweisungen umgehend in ein völlig neuartiges „Hühner-TikiTaka” um, was von unserem hochmotivierten Jedermänner-Gegner sofort dankend angenommen und mit dem 0:1 bestraft wurde. Und das ausgerechnet nach einem theoretisch richtigen, allerdings in der Ausführung leicht misslungenen Rückpass einer Ente, deren Namen aus Pietätsgründen unerwähnt bleiben wird. Leider änderte sich am chaotischen Fehlpassfestival der Enten im Laufe der ersten Hälfte trotz „kloppoischer” Zwischenrufe Werners an der Seitenlinie nicht wirklich viel.

„Alle meine Entlein, schwammen auf dem Platz” und konnten froh sein, „nur” 0:1 zurückzuliegen, dank der großartigen Reflexe unserer nigerianischen Torwart-Perle „Jay Jay Michael”. Und dennoch gab es in diesem spielerischen Wirrwarr völlig überraschend sogar ein, zwei 100%-ige Chancen für unser Team, die wir aber leider nicht nutzen konnten.

Mit Beginn der zweiten Hälfte wurde es dann – nach nochmaliger Ansprache Werners, diesmal zum besseren Verständnis in serbokroatisch – deutlich besser: Endlich waren im Entenspiel wenigstens Ansätze des modernen Fußballs zu sehen, und zumindest gelangen teilweise bis zu fünf (!) Ballstaffetten. Im Vergleich zu den ein bis zwei in Hälfte eins eine fulminante Steigerung. Aber leider fehlte es den Enten an diesem sonnigen Samstag gegen das deutlich jüngere und strukturiertere Team der Jedermänner auch vorne an Durchschlagskraft. Wäre zu diesem Zeitpunkt der Ausgleich gefallen, wer weiß?

Aber so kam es letztendlich, wie es im Fußball immer kommt: Dominanz ohne Tore = Gegentreffer; auch diesmal erneut durch einen völlig überflüssigen Ballverlust in der Vorwärtsbewegung. Anschließend wehrten sich die Enten noch tapfer weiter, zollten aber zusehends der ineffizienten, inkohärenten und kraftraubenden Laufarbeit der ersten Hälfte Tribut. So fielen logischerweise noch die Gegentreffer drei und vier, wobei Michael (der mit Abstand stärkste Entenspieler) mehr als einmal mit „Neuer’schen” Paraden ein Debakel verhinderte.

Betrachtet man jedoch die Zusammensetzung unseres Ententeams an diesem Tag, mit vielen neuen, älteren oder nach langer Pause wiedergekommenen Spielern, gegen ein topmotiviertes und Jahrzehnte jüngeres Jedermann-Team, zeigt das Endergebnis dann doch eine gewisse Logik. Und dennoch wäre mehr drin gewesen – hätte man die Dominanz in der ersten Hälfte von Spielhälfte zwei in Tore umgemünzt. Ein gefühltes 2:1 für den Gegner anstelle der doch etwas zu hohen 0:4 Klatsche wäre wohl realistischer gewesen.

Für die Enten spielten: Carlos, Christian L., Clemens F.G., Marc, Matthias D., Michael K., Etienne, Kai, Ralf, Ronald, Stephan M., Victor, Werner, Michael (Torwart) sowie unsere Neu-Enten Ali + Mohamed.

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