Ente Bagdad ./. Inter Torpedo Lerchenb. 4:2

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Enten fegen Ex-Lerchenberg Tornados vom Platz

Am Samstag, dem 12.03.2011, kam es bei frühlingshaften Temperaturen in der Entenarena zum Aufeinandertreffen der beiden Teams. Die Begegnung wurde von Matthias D. geleitet, welcher auch in der Rolle des Unparteiischen einen souveränen Eindruck machte, bzw. alles andere als ein Heimschiedsrichter war. 

Die Partie begann mit einem Abtasten auf beiden Seiten, die Enten hatten ein gefühltes Übergewicht, aber Torszenen waren in der ersten halben Stunde absolute Mangelware. Das lag aber auch an der bis dahin hervorragenden Entendefensive. Eric d.F. hatte den starken und unberechenbaren Fünfer Mehmet im Griff, rechts sorgten Dirk und der Coach höchstpersönlich dafür, dass bis zu diesem Zeitpunkt nichts anbrannte, und Stefan S. räumte gewohnt zuverlässig alles ab, was sonst so kam. Auf der anderen Seite wollte der Torpedo-Keeper den Enten ein Gastgeschenk machen, indem er die Rückpassregel nicht beachtete, aber die Enten nahmen es nicht an, bzw. konnte der anschließende Freistoß nicht verwertet werden. 

Die erste Duftmarke setzte anschließend Simon, dessen Eckball ans Lattenkreuz des Torpedokastens prallte. Die Lerchenberger quittierten das mit einem erfolgversprechenden Gegenangriff. Der Fünfer Mehmet war Eric d.F. dann doch mal entwischt, lud ein Pfund halblinks von der Strafraumgrenze aus ab, welches der Enten-Keeper seitlich ablenkte, bevor Dirk den Ball anschließend aus der Gefahrenzone drosch. Das Spiel der Gäste wurde nun besser und das der Enten schlechter. Erstere wurden offensiver, und in der 35. Minute fehlte der Entenverteidigung rechts der Überblick. Der Lerchenberger Johannes führte den Ball zentral am Sechzehner, der Rechtsaußen hatte keinen Entengegner mehr, Johannes täuschte ein Abspiel auf rechts vor, der Enten-Keeper orientierte sich nach rechts, aber Johannes setzte die Kugel in einer Drehbewegung aus 16 Metern mit der linken Klebe mitten ins Entengehäuse zur bis dahin überraschenden Gästeführung. 

Keine fünf MInuten später ein erneuter Angriff der Gäste, die Enten wähnten ein Handspiel, welches die Lerchenberger auch zugaben, aber die Pfeife der „Blutgrätsche“ blieb stumm. So nahm dann das Unglück seinen Lauf, alle Enten blieben stehen, der Keeper hielt einen strammen Schuss in Erwartung des Pfiffes nicht fest und der Lerchenberger Marvin staubte zur 2:0 Gästeführung aus kurzer Distanz ab.

Mit diesem Ergebnis ging es dann in die Pause, aus welcher die Enten mit frischem Wind, unter anderem in Person von Heiko und Frank, zurück kamen. Zunächst hatte der Gegner jedoch noch die Möglichkeit, durch einen im Entensechzehner gegebenen Freistoss auf 3:0 zu erhöhen. Aber in dieser Situation hatten die Enten Glück, denn der Ball prallte von der Latte zurück ins Feld, und mit einer starken Abwehrleistung konnte die Situation bereinigt werden. Im Gegenzug setzte sich dann Heiko linksaußen durch. Seinen ersten Schussversuch konnte ein Torpedobein noch abwehren, aber bei dem folgenden genialen Querpass auf den am zweiten Pfosten lauernden Frank mussten die Lerchenberger den 1:2 Anschlusstreffer hinnehmen. 

Man spürte im Stadion, dass hier noch was ging. Die Enten zeigten wie immer Moral, und diese wurde dann auch vom Erfolg gekrönt, als Simon aus 35 (!) Metern den Lerchenberger Keeper überraschte und damit das schönste Tor des Tages zum 2:2 Ausgleich gelang. Die Enten wurden nun offensiver, der erste Saisonsieg sollte her, aber da war ja noch der brandgefährliche Fünfer Mehmet. Nach einem der leider zahlreichen unnötigen Ballverluste des Enten-Mittelfeldes (hier noch ein Trick, der nicht gelang, dort ein schlampiges Abspiel) lief der Lerchenberger Stürmer plötzlich mutterseelenallein auf Richard zu, der ihm zunächst den Ball zwischen den Beinen wegpflückte. Doch damit war sie Situation noch nicht bereinigt, denn der Enten-Keeper konnte den Ball nicht festhalten. Mehmet kam erneut an die Kugel, versuchte sich in Schussposition zu bringen, aber dann war auch die Entenverteidigung da, und viele Enten waren in dieser Situation Mehmets Chancentod. 

Eine spielentscheidende Szene, denn nun ging es Schlag auf Schlag. Heiko wurde im Sechzehner an der Grundlinie von den Beinen geholt und Matthias W. trat zum Elfer an, den er jedoch nicht im Tor, sondern in den Armen des Gäste-Keepers unterbrachte. Der Entenstürmer agierte bis zu diesem Zeitpunkt ohne die gewohnte Fortune, denn er hatte bereits beim Stande von 0:2 eine 300%ige Chance vergeben, als vor dem leeren Tor über anstatt gegen den Ball trat. Kurze Zeit später machte es Marcus jedoch besser: Bei seinem sehenswerten Diagonalschuss flach ins linke untere Eck hatte der Lerchenberger Keeper nicht den Hauch einer Chance. 

Die Enten gingen erstmals in dieser Partie in Führung, und anstelle diese zu verteidigen, setzte das Team weiter auf Angriff. Dabei verdiente sich Flankengott Frank erneut Bestnoten, denn in der 80. Minute bediente er Matthias W., der Franks Flanke mit dem Kopf unhaltbar zum 4:2 in den rechten oberen Winkel setzte. Damit zeigte er einmal mehr, dass man immer mit ihm rechnen muss, dem Mann, der niemals aufgibt. Das traf an diesem Tage auf das gesamte Enten-Team zu. Chapeau!

Für die Enten spielten: Ronald, Werner, Richard, Dirk, Carlos, Christian L., Christoph, Eric der Franzose, Marcus, Matthias W., Simon, Frank, Heiko, Mohammed, Mustapha, Stefan S., Werner und Oktay.

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