Die Enten beim Livingroom Cup

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Ein wunderbarer Tag für Groß und Klein

(Mainz – Wurzel) Manchmal gibt es Events, von denen man nachher hört, dass sie ganz toll gewesen sind. Dieser Tag auf dem Mainzer Lerchenberg unweit des ZDF war so einer. Der FC Livingroom hatte den FC Ente Bagdad, Mombach 03 und weitere Teams aus Jugendeinrichtungen zum Fußballturnier eingeladen. Dieses fand in verschiedenen Altersklassen statt.

Der Veranstalter hatte weder Kosten noch Mühen gescheut. 15 kompetente Helfer standen an diesem Sonntag überall mit Rat und Tat zur Seite. Eine Hüpfburg für die Kleinen und eine Kletterwand wurden aufgebaut. Auch für das leibliche Wohl mit Bratwurststand etc. war gesorgt. Bemerkenswert die Idee des Veranstalters, ein kostenloses Vitaminbüffet mit Äpfeln und Bananen für die Kinder nebst kostenlosen Wassers anzubieten.

Auch bei der Auswahl der Schiedsrichter hatte der FC Livingroom ein feines Gespür bewiesen. Allesamt erfahrene Hüter des Fairplay, was sie auch bei diesem Turnier unter Beweis stellten. In einigen Spielen kam nämlich auch mal etwas Hektik auf, bei denen sich aber die Routine und Gelassenheit der Referees auszahlte.

In dem Zusammenhang soll löblich erwähnt werden, dass der FC Ente Bagdad mit insgesamt sieben Teams angetreten war und keines der Teams während der gesamten Turnierzeit in einen Disput mit dem Schiedsrichter trat. Aber dazu später mehr.

Die kleinen Enten-Küken

Nachdem Rita unsere Fünf- bis Neunjährigen mit Hosen und Trikots ausgestattet hatte wurden die Teams gebildet. Dazu hatte sich unser Kindertrainer Wurzel etwas Besonderes einfallen lassen. Um nicht bestimmend oder erfolgsorientiert aufzustellen, wurden die Teams durch Los ermittelt.

Der Veranstalter hatte bereits die Spielfelder abgesteckt und jeweils vier Tore pro Spielfeld aufgestellt, was anfangs sehr irritierend auf die Spieler wirkte, da man so noch nie trainiert hatte. Aber auch dieser neue Umstand wurde relativ schnell verstanden, und so konnten alle Entchen dann ein paar Tore mehr schießen. Allerdings schossen auch die Gegner ein paar mehr.

Alle Mannschaften wurden von den Entenküken mit Handschlag begrüßt und auch nach dem Spiel wieder verabschiedet. Danach wurde ein gemeinsamer Kreis mit dem Gegner gebildet, Wurzel fragte laut: „Was ist das Schönste auf der Welt?“ und die Kinder riefen dann laut im Chor: „Fußball!“.

Nach dem Spiel wurde jedes Mal das Spielfeld gewechselt, um zum nächsten Gegner zu gelangen. Da der Verlierer nach links und der Gewinner nach rechts (oder war es umgekehrt?) gehen musste, kam es anfänglich zu einer großen Verwirrung. Aber zum Glück waren viele Helfer des FC Livingroom vor Ort, um da entsprechend einzuwirken.

Es wäre müßig, einzelne Spieler, Ergebnisse oder andere Sachen wiederzugeben und würde auch dem Einzelnen nicht gerecht werden, wenn man das jetzt machen würde. Deswegen etwas Allgemeines: Alle unsere Kleinen haben eine gute Leistung gezeigt und sich dabei verschiedenen neuen Umständen angepasst. Sie haben immer fair gespielt. Viele Spiele wurden gewonnen und nur wenige verloren.

Als bei der Siegerehrung Medaillen und Süßigkeiten vergeben wurden, wurde ersichtlich, dass die Medaillen bei unseren Küken einen weitaus höheren Stellenwert haben. Ganz stolz liefen manche noch eine bis zwei Stunden nach dem Turnier damit herum. Einer schlief sogar die folgende Nacht mit der Medaille um den Hals!

Es war ein sehr gelungenes Fußballfest. Besonders deshalb, weil alle Kinder mit einer goldenen Medaille nach Hause gegangen waren.

Die größeren Enten-Küken

Mit etwas Verspätung begann dann das Turnier der älteren Küken zwischen zehn und dreizehn Jahren. Anders als bei den Kleinen wurden diesmal zwei Teams eingeteilt. Dazu gesellten sich noch verschiedene Gastspieler*innen, die diesen Teams zugeordnet wurden.

In den Spielen wurde teilweise ein ganzer Block (vier raus, vier rein ) getauscht, um allen Kindern Spielzeit zu gewähren. Das führte natürlich in einigen Spielen zu etwas Verwirrung, sodass die spielerische Linie dabei etwas verloren ging. Nichtsdestotrotz blieb die Lust und Leidenschaft am Fußball durchgehend erhalten. Mit Courage und Einsatz konnte man sich selbst bei Rückständen oder größeren Gegnern wacker halten.

In den Spielen konnten sich vor allem unsere beiden Torhüter Risa und David auszeichnen, die mit etlichen Paraden und Fußabwehren den gegnerischen Stürmern das Toreschießen erschwerten.

Bei der späteren Siegerehrung konnten unsere Nachwuchskicker den vielleicht wichtigsten Preis des Turniers einpacken: In der Kategorie „Fairplay“ gewannen wir die Trophäe vor allen anderen Teams. Der Lohn dafür war ein großer Sack voller neuer Fußbälle, der natürlich für die entsprechende Begeisterung sorgte.

Fazit: Genau wie die Kleinen am Morgen konnten sich auch unsere etwas älteren Kinder schön austoben und ihr fußballerisches Können unter Beweis stellen.

Die jugendlichen Enten

Auch unsere Jugendlichen Enten zwischen 14 und 17 Jahren aus Afghanistan und der Ukraine hatten viel Spaß. Sie belegten den dritten Platz in ihrer Altersgruppe und überzeugten neben ihren fußballerischen Fähigkeiten zusätzlich durch ihren fairen Auftritt bei allen Begegnungen. Die Perspektivspieler hatten damit erheblichen Anteil an dem Gewinn des Fairnesspreises für FC Ente Bagdad.

Trainer und Verantwortliche der Enten waren mehr als zufrieden mit dem Turnier sowie sehr stolz auf das Verhalten unseres Nachwuchses.

Erfreulich war auch der Erkenntnisgewinn des Veranstalters, als es um verschiedene kleinere Probleme ging, die während des Turniers durch andere Teams auftraten. Vita vom FC Livingroom ließ sich diesbezüglich nicht lange bitten und fand im Anschluß an das Turnier klare Worte.

Für seine Arbeit wurde der FC Livingroom im Anschluss an das Turnier durch den Landessportbund geehrt und ein Scheck in Höhe von 5.000 € übergeben. Der Grund: Unter 6.000 Vereinen in Rheinland Pfalz ist der FC Livingroom mit seinem Engagement auf Platz fünf gelandet!

Ein rundum gelungener Tag. Vielen Dank an Vita und das Team des FC Livingroom.

Das letzte Wort überlassen wir Kateryna aus der Ukraine, die sich mit folgenden Worten bedankte: „Vielen Dank an alle Organisatoren und Ente Bagdad für das Turnier und die Möglichkeit, sich als Sieger zu fühlen!“

You’ll never watschel alone!

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