Der Tag danach

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Nach dem Preis ist vor dem Länderspiel

(Frankfurt/Main – eig. Bericht) Wer sich der irrigen Meinung hingegeben hatte, dass es sich mit dem Festakt im Gesellschaftshaus des Frankfurter Palmengartens gehabt hätte, hat nicht mit dem DFB und seinen Organisatoren der Veranstaltung gerechnet. Aber der Reihe nach.

In der auf die Preisverleihung folgenden Nacht haben die Enten zusammen mit den anderen Preisträgern unter reger Beteiligung von Eberhard Schulz die Veranstaltung noch bis kurz vor drei Uhr morgens in der Hotelbar Paroli laufen lassen (©Horst Hrubesch).

Nach einer kurzen Nacht ging es zum Wachwerden an die frische Luft. Die Teilnehmer in Begleitung von Abi und Zvi Cohen begaben sich auf eine gut zweistündige Führung durch das jüdische Frankfurt. Matthias Thoma vom Eintracht Frankfurt Museum führte die Gruppe durch die Innenstadt, hatte gefühlt an jeder Ecke, zu jedem Gebäude und zu jedem Stein etwas zu sagen und eine Geschichte parat. Schier unerschöpflich schien sein Wissen um die jüdischen Einwohner der Stadt, konnte er doch auf die zahlreichen Fragen mit einer Detailkenntnis antworten, die beeindruckend war.

Nach dem Rundgang hatten alle eine Stärkung nötig und so lud der DFB zum Mittagessen ein, bei dem insbesondere die Gäste aus Israel den Frankfurter Spezialitäten ordentlich zusprachen. Ein schöner und kommunikativ reichlich genutzter Moment, bevor man sich mental auf den Dienstagabend vorbereiten wollte.

Ein Reisebus chauffierte die Preisträger ein paar Stunden später vom Hotel zur Commerzbank-Arena, in der das abendliche Länderspiel Deutschlands gegen Nordirland stattfand. Im VIP-Bereich des DFB angelangt gab es nicht nur reichlich Speisen und Getränke, sondern auch direkten Kontakt und Gespräche mit Berühmtheiten des deutschen Fußballs. Stellvertretend seien an dieser Stelle nur Otto Rehhagel und Rudi „Tante Käthe“ Völler genannt, die gerne bereit waren, ihre Gesichter in die Enten-Kameras zu halten. Die Kirsche auf der Sahne war das Treffen mit Nia Künzer, der ehemaligen Fußballnationalspielerin und Freundin des FC Ente Bagdad.

Auch der 6:1-Sieg der deutschen Nationalmannschaft war nicht schlecht, sodass der Abend in der Arena ein weiteres Highlight rund um die Preisverleihung darstellte.

Folgte wiederum eine Nacht in der Nähe der Hotelbar, in der wir ebenfalls bis drei Uhr morgens und zusammen mit den üblichen Verdächtigen den Tag, die Veranstaltung, die Preisverleihung – also das Leben, das Universum und den ganzen Rest – diskursiv nachentlastet haben.

Entsprechend platt, aber zufrieden und glücklich kamen die Enten am Mittwoch zuhause oder an ihrem Arbeitsplatz an. Die folgenden Tage mussten noch eifrig genutzt werden, die vielen Eindrücke, intensiven Gespräche und neuen Bekanntschaften zu verarbeiten. Ganz besonders erfreut waren wir darüber, dass unser Wahlspruch offenbar zum Motto der Preisverleihung geworden war:

You’ll never watschel alone!

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