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Die Allgemeine Zeitung Mainz berichtet über die Erinnerungswochen

Anlässlich der Mainzer Erinnerungswochen kündigt die Allgemeine Zeitung Mainz die Aktivitäten im Rahmen eines Artikels in der Online- sowie in der gedruckten Ausgabe an. Bitte um Beachtung, dass zwar das Datum des Zeitzeugengespräches stimmt, aber nicht der Wochentag.

Hier kommt der Text:

Erinnerungstag im deutschen Fußball

Von Michael Bermeitinger

Am Spieltag rund um den 27. Januar findet der „Erinnerungstag im deutschen Fußball“ statt, auch beim Heimspiel der 05er. Schon nächste Woche gibt es ein Zeitzeugengespräch.

MAINZ - Seit nun schon 15 Jahren stehen die Fußballspieltage rund um den 27. Januar im Zeichen des Holocaust-Gedenktages. Auch beim ersten Rückrundenheimspiel der 05er am 26. Januar gegen den 1. FC Nürnberg heißt es „Nie wieder! – Erinnerungstag im deutschen Fußball“ – doch dies ist nicht die einzige Aktion. In den „Mainzer Erinnerungswochen“ von Mainz 05, Fanprojekt, FC Ente Bagdad und der Initiative „Nie wieder“ gibt es noch weitere Veranstaltungen.

Am Mittwoch, 15. Januar, findet im „Haus des Erinnerns“ in der Flachsmarktstraße ein Zeitzeugengespräch mit Zvi Cohen statt, 1931 als Horst Kohn in Berlin geboren. Der in Tel Aviv lebenden 87-Jährige war 1943 als 12-Jähriger mit seinen Eltern ins Ghetto Theresienstadt gekommen und überlebte nur mit viel Glück.

Er wird über seine Erinnerungen berichten, über die immer schlimmer werdenden Drangsalierungen in den 30ern, die fortschreitende Entrechtung und das Grauen von Theresienstadt. Einige wenige Plätze für die Veranstaltung gibt es noch, sie können bei Ronald Uhlich vom FC Ente Bagdad (0177-1 62 50 08 oder r.uhlich@t-online.de) reserviert werden.

Eine besondere Aktion des FC Ente Bagdad wird auch im Text erwähnt, den „Nie wieder – Initiative Erinnerungstag im deutschen Fußball“ für die Stadionmagazine des zweiten Rückrundenspieltages verbreitet. Der Mainzer Verein setzte im vergangenen April ein bundesweit beachtetes Zeichen gegen Antisemitismus: Nachdem jüdische Bürger, die ihre Kippa in der Öffentlichkeit trugen, angegriffen worden waren, hatte der FC Ente Bagdad Makkabi Frankfurt zu einem Solidaritätsspiel eingeladen. Beide Teams spielten mit Kippa.

Eine Woche nach dem Zeitzeugengespräch wird im Fanhaus Mainz, Weisenauer Straße 15, die Ausstellung „Kicker, Kämpfer und Legenden – Juden im deutschen Fußball“ eröffnet. Nach der Eröffnung am 23. Januar um 19 Uhr sind die Bilder noch bis zum 3. Februar täglich außer montags von 18 bis 20 Uhr im Fanhaus zu sehen.

Höhepunkt der Wochen ist dann sicher die Stadionaktion am Nachmittag des 26. Januar, wenn das ganze – hoffentlich gut gefüllte – Stadion im Zeichen der Erinnerung steht.

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