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Fußballfans und Vereine wollen vor Heimspiel von Mainz 05 gegen den BVB den Nazi-Opfern gedenken

MAINZ - (red). Beim Heimspiel des 1. FSV Mainz 05 gegen Borussia Dortmund am Sonntag, 29. Januar, sowie des 13. Erinnerungstages im Deutschen Fußball werden Vertreter beider Vereine und Fans unter dem Banner „Gemeinsam für Erinnerung und Vielfalt“ Menschen gedenken, die durch die Nazi-Diktatur und den Folgen ihrer Gräueltaten ihr Leben verloren haben.

Kein Platz für Rassismus, Antisemitismus, Homophobie

Die vom Fußballverein FC Ente Bagdad und dem Fanprojekt Mainz e.V. initiierte und von Mainz 05, dem BVB sowie „Nie wieder – Initiative Erinnerungstag im deutschen Fußball“ unterstützte Aktion soll verdeutlichen, dass Antisemitismus, Rassismus und Homophobie im Fußball keinen Platz haben. Die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz hatte sich zum 72. Mal gejährt – der 27. Januar ist gesetzlich verankerter Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus, unter denen sich auch Persönlichkeiten aus dem Fußball befanden. So wurde Eugen Salomon, Mitbegründer und erster Vorsitzender von Mainz 05, in Auschwitz von den Nationalsozialisten ermordet. Zu den Opfern gehörte auch Heinrich Czerkus, langjähriger Zeugwart von Borussia Dortmund. Czerkus, der im Widerstand gegen die Nationalsozialisten kämpfte, wurde kurz vor Kriegsende 1945 von der Gestapo umgebracht.

Vor Anpfiff werden Fans gemeinsam mit den Mannschaften mit dem Banner in die Opel Arena einlaufen. 05-Präsident Harald Strutz, Serge Salomon, Enkel des ermordeten Eugen Salomon und BVB-Präsident Reinhard Raubal werden in kurzen Ansprachen den Opfern gedenken.

Der Originalartikel kann an dieser Stelle nachgelesen werden.

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