Alte gegen junge Enten 5:3

(Kommentare: 0)

Jahresabschlusskick in der Enten-Arena

(Mainz – Edgar L.) Am 9. Dezember traten die Enten gegen das von Basaeef betreute Enten-Nachwuchsteam an.
Einen Tag vor dem 75-jährigen Jubiläum der Erklärung der Allgemeinen Menschenrechte haben wir ein Zeichen für deren Grenzenlosigkeit gesetzt. Mit dem Banner „Menschenrechte kennen keine Grenzen“ drückten wir aus, dass Menschenrechte nicht nur innerhalb unserer eigenen Grenzen zu verteidigen sind, sondern überall, von uns allen und zu jederzeit.

Das ZDF war auch live dabei und hat mehrere Interviews geführt sowie Teile des Spiels für eine Sendung, die für Januar 2024 geplant ist, aufgenommen.

Für viele der afghanischen Jugendlichen war es das erste Freundschaftsspiel gegen eine andere Mannschaft. Im Seniorenteam hatten die meisten ihre ersten Spiele dagegen schon bestritten, als ihre Gegner noch gar nicht geboren waren. Der Entenkader war darüber hinaus offensiv mit Aziz, Lars, Youssef und Natan äußerst stark besetzt. Moussa und Mario sollten das Jugendteam als Sechser unterstützen, um den Senioren Paroli zu bieten.

Die Erfahrung half uns Enten nach einer ersten Abtastphase. Während wir offensiv den Ball laufen ließen und uns nach und nach Chancen erspielten, wirkten die Jugendlichen hektisch und liefen regelmäßig ungestüm ins Abseits.

So trafen zweimal Aziz und einmal Natan schnell zu einer beruhigenden 3:0-Führung nach gut 30 Minuten. Der Ball lief klug durch unsere Reihen, und unsere erfahrenen Offensivakteure waren ihren unerfahrenen Defensivgegnern im eins gegen eins einfach überlegen.

Die Jugendlichen ließen – angetrieben durch ihren Trainer Basaeef – ihre Köpfe aber nicht hängen und bekamen mit der Zeit sowohl defensiv als auch offensiv mehr Sicherheit und Struktur in ihr Spiel. So trafen sie kurz vor der Halbzeitpause einmal den Außenpfosten. Ins Tor brachten sie in der ersten Halbzeit jedoch keinen gefährlichen Schuss.

Basaaef fand in der Halbzeit – auch mit Hilfe unseres fairen Keepers Eric – die richtigen Worte. Plötzlich liefen die Jugendlichen nicht mehr ungestüm ins Abseits und kamen über außen ins Spiel. Auch defensiv verschoben sie nun überlegter und vermieden eins gegen eins-Situationen. Mario und Moussa koordinierten nun deren Offensive. Wir älteren Enten wurden zunächst in der eigenen Hälfte eingeschnürt und hatten auch bei Abschlägen Probleme mit dem Pressing der dynamischen Jugendlichen.

So fiel schon wenige Minuten nach Wiederanpfiff nach einem Abspielfehler unter Druck der Anschlusstreffer. Der Abschluss am Sechzehner schlug unhaltbar für Reza rechts neben dem Pfosten ein. Als wenige Minuten später Mario ebenfalls per platziertem Weitschuss unhaltbar zum 2:3 traf fühlten wir die Euphorie der Jugendlichen, dass heute etwas für sie drin ist.

Nun stellten auch die Senioren um, und von nun an übernahm Hussain die Abstöße. Er hat die Technik, diese sicher und platziert über die erste Angriffsreihe der Jugendlichen zu spielen. Es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Bei einem Konter brachte der zur Halbzeit eingewechselte Samir den Ball scharf nach innen. Der Klärungsversuch misslang und die Altenten führten per Eigentor wieder mit zwei Toren Vorsprung.

Nun hatten wir Oberwasser und erspielten uns weitere Chancen durch Ali, Samir und Aziz. Entweder fehlte jedoch etwas die Präzision oder Nader als Torhüter der Jugendlichen hielt überragend.

In der Drangphase der Erwachsenen viel dann das 3:4 der Jugendlichen durch eine schöne Einzelaktion auf dem offensiven linken Flügel. Bei noch zehn Minuten bis zum Abpfiff war noch alles drin. Unser Torhüter Reza blieb aber ruhig und hielt den nassen Ball bei strömendem Regen ein ums andere Mal gekonnt fest. 

Fünf Minuten vor Schluss entschieden die erfahrenen Enten dann das Spiel durch den dritten Treffer von Natan, auch wenn die Jugendlichen bis zum Schluss nicht aufgaben.

Nach Spielende waren alle zufrieden. Es war ein spannendes Spiel auf Augenhöhe. Die Älteren waren glücklich, dass sie den Sieg nach Hause gebracht hatten. Die Jugendlichen waren glücklich, dass sie sich ins Spiel zurückgekämpft und die zweite Halbzeit sogar gewonnen hatten.

Beim lockeren Austausch nach dem Spiel mit Glühwein, Tee und Keksen freuten sich alle schon auf ein erneutes Wiedersehen im neuen Jahr.

You’ll never watschel alone!

Zurück

Kommentare

Einen Kommentar schreiben

Bitte addieren Sie 1 und 6.