Enten zu Gast bei den "RosaTeufeln" in Kaiserslautern
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Platz 3 für Ente Bagdad beim Kleinfeldturnier des Regenbogenteams "Rosa Teufel"
(Kaiserslautern – Edgar L.) Das Regenbogenteam Rosa Teufel schätzen wir seit Jahren als Mitstreiter für Vielfalt aus Freundschaftssielen im Rahmen unserer Mainzer Erinnerungswochen. Nachdem sie mehrmals in der Entenarena Zeichen für Vielfalt gesetzt haben, war es für uns eine Selbstverständlichkeit, dies auch bei ihrem Kleinfeldturnier in Kaiserlautern zu tun.
8 Enten waren bereit, die ungewohnte Herausforderung „Kleinfeldturnier mit 4 Feldspielern und einem Torhüter“ anzugehen. Dass der Einsatz aller Enten stimmte, wurde schon bei der Abfahrt klar. Alle 8 erschienen pünktlich gegen 08:50 zum Treffpunkt; so dass noch Zeit für ein Foto blieb. Wie es der Zufall so wollte, kam zufällig eine Mitarbeiterin der Bar jeder Sicht (queere Bar in Mainz) vorbei. Sie machte ein Foto von uns und wir wünschten einander viel Erfolg für unsere Aktivitäten im Bereich Toleranz. Gegen 9 Uhr brachen wir Ente um Busfahrer Reza frohen Mutes pünktlich auf.
Der Spielplan im Turnier hatte für uns einige Derbys parat. So spielten wir in Gruppe A gegen Frankfurt, Mannheim und Kaiserslautern. Bzgl. Taktik war Mario als Ballverteiler und Torschütze eingeplant. Ayoub sollte durch seine starke Technik, Tore erzielen sowie bei Dopplungen des Gegners, freie Mitspieler finden. Hamza, Marian und Dirk sollten sowohl offensive als auch defensive Akzente setzen. Eric und Edgar sollten die Defensive stärken und von außen als Trainer fungieren. Reza sollte aufhalten, was doch noch auf unseren Kasten kam.
Jeder sollte in jedem Spiel eingesetzt werden, alles geben und erschöpfte Spieler sollten durch Frische ersetzt werden. Fehler waren erlaubt, der Spaß sollte im Vordergrund stehen und es sollte einander unterstützt werden.
Diese Taktik ging in den ersten beiden Derbys gegen Frankfurt und Mannheim voll auf. Wir erspielten uns ein Übergewicht an Großchancen und ließen wenig zu. Ayoub erdribbelte sich Chancen, traf selbst oder fand den freien Mann. Mario verteilte den Ball klug auf die sich bewegenden Enten und erzielte auch selbst Treffer. Jeder arbeitete nach hinten und bracht zumeist noch ein Körperteil zwischen sich und unserem Tor. Darüber hinaus hielt Reza, was zu halten war. Wir gewannen die beiden umkämpften Spiele jeweils mit einem Tor Abstand, 2:1 und 3:2.
Als wir als Spitzenreiter der Gruppe gegen Schlusslicht Stuttgart spielten, wurden wir jedoch leider übermütig. Mario sollte zunächst geschont werden und ein jeder ließ einige Prozentpunkte nach. Demgegenüber holten die Stuttgarter, welche nichts mehr zu verlieren hatten, alles aus sich heraus. Es wurde zunächst ein wildes Spiel mit Chancen hüben wie drüben. Während wir unsere Chancen nicht nutzen, war es bei Stuttgart anders. Auch die Einwechslung von Mario brachte nicht den gewünschten Erfolg. Als wir dann noch unnötig mit dem Schiedsrichter diskutierten und eine 2 Minuten Strafe kassierten, war die 0:3 Niederlage besiegelt. Diese Niederlage rüttelte uns jedoch für den Rest des Turniers wach und wir hielten die Konzentration hoch.
Im Abschlussspiel der Gruppe gegen die Rosa Teufel wollten wir mit einem Sieg den Halbfinaleinzug perfekt machen. Wir nutzten unsere spielerische Überlegenheit aus, erzielten Treffer durch Mario, Hamza und Dirk und ließen uns auch durch Fernschüsse der Rosa Teufel nicht überraschen. Wir siegten sicher mit 5:3.
Im Halbfinale wartete Lyon auf uns. Ein Team ohne Schwächen, bei dem jeder Spieler technisch stark war, was das verteidigen erschwerte. Ihre ungewohnte Formation mit drei Verteidigern, welche bei Ballbesitz laufstark ausschwärmten und einem Stürmer, stellte uns offensiv sowie defensiv vor Probleme. Trotzdem erspielten wir uns Möglichkeiten, welche der hervorragende Torhüter jedoch zunichtemachte. Nachdem wir mit 1:3 in Rückstand gerieten und uns die Zeit davonlief, warfen wir nochmal alles nach vorne. Leider ohne Erfolg, da wir zweimal klassisch ausgekontert wurden und schlussendlich mit 2:5 verloren.
Im Spiel um Platz 3 trafen wir erneut auf Mannheim. Wir gingen schnell 2:0 in Führung und ließen uns auch von Gegentreffern nicht beeindrucken. Ein 5:3 und der verdiente Sprung aufs Treppchen waren unser Lohn. Zufrieden schauten wir uns das spannende Endspiel zwischen Lyon und Prag an, welches Prag im Siebenmeterschießen gewann.
Bei der Siegerehrung wurden wir auch vom neutralen Publikum gefeiert und genossen die freundschaftliche Stimmung. Mario durfte als Ente des Tages den Bierkrug für Platz 3 auch mit nach Hause nehmen. Die Schokolade im Bierkrug wurde brüderlich geteilt
Beim abschließenden Grillen wurde noch miteinander gelacht und über Fußball sowie Zielsetzungen philosophiert. Außerdem wurden Kontaktdaten ausgetauscht. Darüber hinaus wurde auch der Kontakt zum Schiedsrichter des Stuttgart-Spiels gesucht, um uns anzusprechen. Er hatte Verständnis für unterschiedliche Sichtweisen bei einzelnen Entscheidungen und wir erkannten an, dass Tatsachenentscheidungen zu akzeptieren sind und dass jeder Respekt auf und neben dem Platz verdient. Mit einem Handschlag und einem Lächeln im Gesicht verabschieden wir uns gegen 18:30 von den Gastgebern, Gegnern und Schiedsrichtern.
Bei der Rückfahrt herrschte Freude über das Teamwork und dass ein jeder seinen Beitrag zum sportlichen (Podest) und menschlichen (gute Stimmung mit allen Anwesenden) Erfolg beigetragen hat.
Wir freuen uns auf Wiederholungen!
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