Sonntagskicker Seraing ./. FC Ente Bagdad 1:7

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Enten in Belgien erfolgreich

Endlich mal wieder ein packender Spielbericht des Enten-Titanen. Danke Richard. Josephs ausführlicher Reisebericht ist hier zu finden.

Am Samstag, dem 27.05.2017, trafen die Enten auf ihrer Belgien-Tour gegen 15 Uhr in Eupen ein. Nach kurzer Warmlaufphase ging es dann im Stadion des belgischen Erstligisten „Am Kehrweg” gegen eine Hobbymannschaft aus Seraing zur Sache.

Zunächst hatten die Hausherren ein leichtes Übergewicht. Der lange Rechtsaußen lief in der fünften Spielminute alleine auf Entenkeeper Uli zu, visierte den kurzen Pfosten an, aber Uli ahnte die Ecke, war blitzschnell unten und lenkte den Ball ins Toraus. Die anschließende Ecke brachte den Hausherren nichts ein, aber die Enten waren nun hellwach. Sie zeigten trotz der intensiven Belgien-Tour über Lüttich, Brüssel und Gent Spritzigkeit und ein herrliches Kombinationsspiel.

Na ja, der Enten Coach wollte schon ein Ausrufezeichen setzen, wer der Erpel im belgischen Ring war, und hatte neben der an für sich schon starken Ententruppe einschließlich Katharina K. noch kurzerhand Christoph D. und Karsten K. einfliegen lassen – und das gab einen zusätzlichen Push. Die afghanische Rakete Samir (aktueller Torschützenkönig bei Vitesse Mayence) setzte sich nach Traumpass des syrischen Pfeils Shady über links durch, düpierte die Abwehr und schob lässig zum 1:0 aus Entensicht ein.

Der Entenmotor war nun auf Betriebstemperatur, flüssige Kombinationen im Mittelfeld en masse und vorne ein megastarker Sturm. Samir links außen auf Christoph D., der täuschte zentral am 16er den Gegner und lochte flach unten rechts zum 2:0 ein. Coach Ronald hatte aber auch ein absolutes Spitzenteam auf dem Platz, so dass der ebenfalls gut aufgestellte Gegner kaum zum Luft holen kam, denn da setzte sich nach Maßflanke von Robert Joseph durch und schob den Ball zum 3:0 in die belgischen Maschen. Kurz vor der Pause war es dann wieder Samir, welcher keine Gnade mit dem Gegner hatte und den 4:0 Halbzeitstand markierte.

Referee der Partie war im übrigen Erpel Wolfram G., welcher zu keiner Zeit die Gäste bevorzugte, sondern über 90 Minuten eine souveräne Leistung ablieferte.

[Anm. d. Red.] Im Verlauf der ersten Halbzeit wurde eine Unterhaltung der belgischen Fußballer am Spielfeldrand mitverfolgt, die im Original so lautete: „Et ça c'est une équipe de dimanche allemande? –Mon cul!” Einigermaßen sinngemäß übersetzt lautet diese herzhaft formulierte Anerkennung: „Und das soll eine deutsche Hobbymannschaft sein? –Heilige Scheiße!”

In der zweiten Halbzeit wurde dann munter durchgewechselt, so dass auch der Busfahrer mal auf's Feld durfte und sich prompt einen Pferdekuss einfing. Die Gastgeber hatten (auch wegen des Busfahrers) nun die Chance, ein wenig Ergebniskosmetik zu betreiben. Aber die Enten waren nicht nur im Angriff sehr gut besetzt, sondern hatten auch in der zweiten Halbzeit eine bärenstarke Verteidigung, unter anderem mit Klaus M., Tobias K., Robert und Eric d.F. Die Gastgeber konnten einem wirklich leid tun. Hatten sie mal einen Erfolg versprechenden Angriff, dann war spätestens bei Klaus M. Schluss mit lustig. Der Berliner Ex-Landesligaspieler räumte aber auch alles ab, was gefährlich werden konnte. Im Tor stand nun Mohammed, der, obwohl er kein echter Torwart ist, seine Sache sehr gut machte.

Ein möglicher Anschlusstreffer war zunächst Fehlanzeige. Stattdessen rollten über den wie immer gut aufgelegten Stefan S. und den Coach höchstpersönlich die Angriffe in Richtung des Tores der Einheimischen – und hätte Angelo nur einige seiner unzähligen Hundertprozentigen gemacht, dann wäre es sicher zweistellig ausgegangen. Angelo war aber auch ein wirklich Netter, was den Gegner betraf.

Weniger nett zum Gegner war Samir. Der ließ die Abwehr und den Torwart wie Slalomstangen stehen und lochte in der 55. Minute zum 5:0 ein. Aber die Enten waren immer noch nicht satt. Karsten aus Aachen trug sich kurze Zeit später mit dem 6:0 in die Enten-Goalie-Liste ein, ehe dem mittlerweile arg konsternierten Gegner mit einer schönen Kombination der 1:6 Anschlusstreffer gelang. Den 7:1 Schlusspunkt setzte dann erneut Samir, nicht nur menschlich eine absolute Größe, sondern auch sportlich.

Es ist so schön, eine Ente zu sein...

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